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Gastro-Schock Kölner Kult-Laden wieder dicht: Karnevalsszene ohne Heimat

Das Gasthaus Jan in der Thieboldsgasse ist geschlossen. Foto von Redakteur Bastian Ebel

Das Gasthaus Zum Jan ist geschlossen. Das Foto wurde am Mittwoch (2. Februar) aufgenommen.

Das Gasthaus „Zum Jan“ in der Thieboldsgasse am Neumarkt in Köln hat wieder geschlosen.

Das ging sehr schnell und war nicht vorhersehbar: Das Gasthaus „Zum Jan“ in der Thieboldsgasse am Kölner Neumarkt ist von heute auf morgen geschlossen worden.

Es ist zumindest in der karnevalistischen Szene ein echtes Beben: Noch am Freitag (28. Januar) wurde in der Thieboldsgasse im Kult-Gasthaus nach allen (Hygiene-)Regeln der Kunst gefeiert, jetzt bleiben die Rollläden beim „Jan“ erst einmal unten.

Ralf Klein war vom 1. Juli 2021 bis jetzt Pächter.

Ralf Klein war seit dem 1. Juli 2021 Pächter.

EXPRESS.de erfuhr: Sämtliche Veranstaltungen sind auf andere Kneipen verlegt worden. „Dazu möchte ich nichts sagen“, so der bisherige Pächter Ralf „Kleini“ Klein, der seit dem 1. Juli das Traditionshaus der Vorpächter Frank Markus Kaj Schulz und übernommen hat, auf unsere Nachfrage. Er selbst ist auch Präsident der Düxer Clowns, weshalb die Chemie eigentlich von Anfang an passte.

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Damals war die Marschrichtung klar: Der Kult-Laden, in dem sich viele Karnevalistinnen und  Karnevalisten auch nach den Auftritten gerne treffen, sollte zu alter Stärke zurückgeführt werden. Nach dem Lockdown und in den ruhigen Sommermonaten schien dieses Konzept auch vollends aufzugehen. Die Stammkneipe des „Reiterkorps Jan von Werth“ bot dem Traditionskorps wieder ein schönes Zuhause unweit des Neumarkt.

Köln: Gasthaus Zum Jan soll bald wiedereröffnen

Doch jetzt ist der Laden geschlossen. Hintergrund: Es fehlten wohl einige formale Voraussetzungen für den Betrieb, weshalb die Stadt Köln ordnungsgemäß die Schließung veranlassen musste. „Wir bedauern sehr, dass unser Wirt in diesem Punkt nicht die notwendige Sorgfalt an den Tag gelegt hat und deswegen die Stadt Köln den Betrieb erst einmal stilllegen musste", kommentiert der Vorsitzende Frank Breuer kopfschüttelnd die Situation im EXPRESS.de-Gespräch.

„Wir mussten uns bedauerlicherweise von Kleini trennen, um mit einem sauberen Schnitt zügig vorwärts zu kommen", erläutert Frank Breuer die Situation. Dass man mitten in der laufenden Session zu dieser Maßnahme gegriffen hat, unterstreiche den Handlungsdruck, dem sich die Gesellschaft ausgesetzt sah.

Das Lokal sei aber gut aufgestellt, weshalb man bereits in den kommenden Tagen mit einem „Happy End“ in der Thieboldsgasse rechnen könne und die Menschen wieder am Tresen empfangen werden sollen.

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