Kommentar zum 11.11. Kölner Altstadt-Wirte haben etwas nicht kapiert

Am Rheingarten in der Kölner Altstadt reihen sich die Restaurants aneinander.

Der Rheingarten und die Kölner Altstadt (hier ein Foto aus dem Juli 2021): Einige Wirte begehren gegen das Konzept am 11.11. auf.

Wie wird in Corona-Zeiten Karneval gefeiert? Der EXPRESS-Kommentar zur Kritik der Altstadt-Wirte rund um den 11.11. in Köln.

Köln. Wie soll der 11.11. in der Kölner Altstadt ablaufen? Wer profitiert, wer verliert? In der Debatte um die Durchführung der Sessionseröffnung hat unser Autor eine klare Meinung: „Die Altstadt-Wirte haben eine wichtige Sache nicht verstanden“. Der EXPRESS-Kommentar.

Kümen gehört zum Handwerk. So viel ist klar in der Gastronomie. Das ist auch in diesen Pandemie-Zeiten umso verständlicher, denn hinter Kölns Wirten liegt die härteste Zeit ihres Lebens und man kann jedem einzelnen Betrieb nur von Herzen wünschen, dass er wieder auf die Beine kommt.

Da wären wir aber schon beim Punkt: Noch herrscht in Köln, Deutschland und auf der gesamten Welt eine Pandemie. Diesen leider unbestreitbaren Fakt haben die Wirte in der Kölner Altstadt offenbar bei der Diskussion um den 11.11. vergessen.

11.11. in Köln: Pandemie bringt eben Einschränkungen mit sich

Unter diesen Umständen ist es doch schon ein großes Glück, dass überhaupt eine Feier wie der 11.11. in Köln stattfinden kann. Umso unverständlicher ist jetzt die Argumentation der Wirte: „Ob die Gäste im abgesperrten Bereich in die Kneipen gehen oder draußen auf Heumarkt oder Alter Markt bleiben, wissen wir nicht.“

Diese Denke zeugt davon, dass man letztlich nur an Profit denkt. Aber was wäre die Kehrseite der Medaille? Genau: Entweder ein sicheres Konzept oder es findet eben überhaupt nichts statt. Das würde an Umsatz bedeuten: exakte null Euro.

Der 11.11. auf dem Kölner heumarkt in der Corona-Pandemie

So sähe die Alternative auch für 2021 ohne sicheres Konzept aus: Der trostlose Heumarkt, fotografiert am 11.11.2020. 

Deshalb sollte man sich in der Kölner Altstadt damit arrangieren, dass ein sicheres Fest vielleicht nur 60 oder 70 Prozent des normalen Umsatzes bedeutet. Das ist aber immerhin mehr als nichts. Hier würde ein bisschen mehr Demut gut tun, denn eine Sessionseröffnung wie 2019 wird eben aufgrund von Corona im Jahr 2021 nicht stattfinden können.

Man kann verstehen, dass die Gastronomie unter der Pandemie gelitten hat und dass der Säckel wieder voll werden muss. Ävver bitte met Jeföhl – und nicht mit der Brechstange.

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