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Gold-Krimi in KölnJuwelier soll Diebesgut für halbe Million Euro eingeschmolzen haben

Ein Kölner Juwelier und seine Frau sollen gestohlenen Goldschmuck eingeschmolzen haben (Symbolbild mit Goldringen).

Copyright: Piyal Adhikary/dpa

Ein Kölner Juwelier und seine Frau sollen gestohlenen Goldschmuck eingeschmolzen haben (Symbolbild).

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Prozess in Köln: Juwelier schmolz Diebesgut zu Barren. Angeklagt ist auch seine Frau.

Ein brisanter Prozess beginnt in Köln: In einem Juwelierladen soll Diebesgut zu Barren verarbeitet worden sein. Deswegen müssen sich ab Dienstag (12. Mai 2026) vier Personen zwischen 33 und 51 Jahren vor dem Landgericht der Stadt verantworten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie der gewerbsmäßigen Hehlerei.

Den vier Angeklagten wird vorgeworfen, mit unterschiedlichen Tatbeiträgen Schmuck und Edelmetalle erworben zu haben. Diese stammten mutmaßlich aus Diebstählen sowie Betrugsdelikten. Das Ziel war es, die Ware mit Profit weiterzuverkaufen.

Eigener Schmelzofen sollte Herkunft vertuschen

Um die Herkunft des Diebesguts zu verschleiern, sollen die Beschuldigten eine radikale Methode angewandt haben. Gold- und Silberschmuck mit einem geschätzten Wert von etwa einer halben Million Euro wurde laut Anklage direkt nach dem Erwerb eingeschmolzen. In einem betriebseigenen Ofen sei das Material zu Barren aus Gold und Silber umgeformt worden.

Familienbetrieb auf der Anklagebank

Die Anklagebehörde geht davon aus, dass es sich bei den Betreibern des Kölner Juwelierladens um einen 48-jährigen Mann und seine 51 Jahre alte Ehefrau handelt. Bei den anderen beiden Beschuldigten handelt es sich um einen 33-jährigen Angestellten des Geschäfts und den 42 Jahre alten Bruder des Inhabers. Sie sollen in die Machenschaften involviert gewesen sein.

Für den Prozess am Landgericht Köln wurden acht Verhandlungstage eingeplant. Ein Urteilsspruch wird für Ende Juni erwartet. (dpa/red)

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