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Haftstrafe droht Frechen: Polizei wird am Tatort mit bitterer Wahrheit konfrontiert

Fussgaengerzone_Symbol

Die Polizei wurde mehrfach in eine Fußgängerzone nach Frechen gerufen. Das Symbolfoto wurde im Januar 2021 in Dortmund aufgenommen.

Frechen – Auch die Polizei kann nicht jederzeit überall sein. Umso ärgerlicher, wenn den Beamten im Dienst wertvolle Zeit geklaut wird. So wie am Montagabend (8. März) in Frechen, als innerhalb von etwa einer Stunde vier Anrufe aus einer Telefonzelle bei der 110 eingingen. Die vermeintlichen Einsätze vor Ort entpuppten sich aber schnell als Täuschung.

  • Frechen: Polizei zu Fake-Einsätzen gerufen
  • Gruppe Jugendlicher flüchtet vor der Polizei
  • Missbrauch des Notrufs wird strafrechtlich verfolgt

Frechen: Notruf 110 missbraucht, waren es Jugendliche?

Zwischen 17.56 Uhr und 19.11 Uhr wurde über den Notruf 110 vier Mal die Polizeileitstelle angerufen. Dabei wurden von den unbekannten Anrufern verschiedene Vorkommnisse geschildert, um die sich die Polizei kümmern müsse. Wie die Polizei am Dienstag (9. März) mitteilt, sind die Anrufe aus einer Telefonzelle eingegangen.

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Allerdings: Die Einsatzkräfte konnten vor Ort in der Fußgängerzone der Antoniterstraße keine Straftaten feststellen. Den Beamten fiel dabei aber eine Gruppe Jugendlicher auf, die beim Eintreffen der Streifenwagen flüchteten.

Handy in Frechen durchsucht: Keine Aufnahmen gefunden

Waren die jungen Menschen also diejenigen, die die Polizei zum Narren hielten? Der Verdacht ließ sich nicht erhärten, auch nachdem drei von ihnen befragt werden konnte. Nach dem Hinweis einer Passantin, dass einer der Jugendlichen (16) die Einsätze der Polizei filmte, wurde das Handy durchsucht. Videoaufnahmen in diese Richtungen wurden aber nicht gefunden. Auch eine Veröffentlichung in den sozialen Medien konnte nicht festgestellt werden.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben vier Anzeigen gegen unbekannt gefertigt, denn der Missbrauch des Notrufs wird nach Paragraph 145 des Strafgesetzbuchs geahndet.

Missbrauch von Notruf kann sogar zu Haftstrafe führen

Menschen, die absichtlich Notrufe missbrauchen, können laut Gesetz mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestraft werden.

„Falsche Notrufe blockieren nicht nur wichtige Telefonleitungen, sondern beanspruchen auch Rettungskräfte, die für andere Einsätze und Notfälle in dieser Zeit nicht zur Verfügung stehen”, erklärt ein Polizeisprecher. Die Fälle werden deshalb weiter verfolgt. (tw)

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