Kann eine Kölner Band Deutschland aus dem ESC-Dilemma retten? Nach drei 25. Plätzen in Folge will Planschemalöör in diesem Jahr unter der deutschen Flagge antreten.
„Haben nichts zu verlieren“Klappt es diesmal? Kölsche Band mit Angriff auf den ESC 2023

Copyright: Herbert Bucco
Die kölsche Band Planschemalöör und ihr Sänger Juri Rother, hier am 7. Oktober 2021, will Deutschland beim ESC 2021 vertreten.
Der Eurovision Song Contest (ESC) war für Deutschland in den vergangenen Jahren ein waschechter Reinfall: Seit 2019 (mit Ausnahme von 2020, wo der Wettbewerb wegen Corona nicht stattfand), belegten die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgehend den 25. Platz. Kommt die Rettung nun aus Köln?
Die Jungs von Planschemalöör haben sich nach dem vergangenen Jahr nun erneut für den ESC 2023 im englischen Liverpool beworben.
Kölner Band will mit Song „30.000 Meilen“ zum ESC 2023
Mit ihrem Song „30.000 Meilen“ soll es nun klappen. Planschemalöör-Gitarrist Pierre Pihl sagt dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ bezüglich ihrer Bewerbung: „Anfang November kam die Nachricht, dass wieder Bewerbungen für den ESC möglich sind. Dann mussten wir spontan sein und haben den Song aufgenommen.“
Und worum geht es in dem Lied? „Es geht um die Quarterlife-Crisis, die einen in unserem Alter packt. Wir sind in den letzten Jahren alle 30 geworden. Früher dachte man, bis dahin hat man sein Leben im Griff, hat vielleicht eine Familie gegründet. Stattdessen sitzen wir immer noch im Bandhaus und sind in unseren Zwanzigern hängen geblieben“, sagt Pihl mit einem Lächeln im Gesicht.
Kölner Band beim ESC? Namhafte Konkurrenz beim Vorentscheid
Ob sie es dann wirklich nach Liverpool schaffen, ist ungewiss. Im vergangenen Jahr hatte es die Kölner Band bis zum Jury-Vorsingen in Berlin geschafft. Doch es wurde sich für Sänger Malik Harris entschieden – der wie bekannt den letzten Platz belegte.
In diesem Jahr hat Planschemalöör erneut viel Konkurrenz – auch namhafte: So hat sich unter anderem Partyschlager-Urgestein Ikke Hüftgold ebenfalls angeschickt, Deutschland beim nächsten ESC vertreten zu wollen.
„Wir haben nichts zu verlieren. Letztes Jahr haben wir in Berlin einen guten Eindruck hinterlassen. Für uns geht es erstmal darum, in den Vorentscheid zu kommen, das wäre schon ein Erfolg“, sagt Pihl dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Und wer weiß, vielleicht würde ein bisschen Musik-Power aus Köln dem eingestaubten ESC-Hype in Deutschland nochmal ein wenig neuen Glanz verleihen. (nb)

