Schwere Gewitter in NRW Telefone tot, Straßen und Keller überflutet – eine Stadt besonders betroffen

Drogenrazzia Großeinsatz mit SEK in mehreren Städten – in Köln läuft etwas jedoch richtig schief

Drei vermummte und bewaffnete Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos gehen über einen Parkplatz.

Bei einem Einsatz am Dienstagmorgen (5. April 2022) haben SEK-Kräfte in Köln-Mülheim die falsche Wohnung gestürmt. Das Symbolfoto zeigt Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) bei einem Amokalarm an einem Berufskolleg in Köln-Deutz am 19. Januar 2018.

Eine Razzia bedeutet für die Kräfte Adrenalin pur. Schlimm, wenn bei solch einem Einsatz ein „Patzer“ passiert.

Großeinsatz im Kampf gegen den Drogenhandel: Am Dienstagmorgen (5. April 2022) hat die Kölner Polizei mit Unterstützung von SEK-Kräften fünf Wohnungen durchsucht – dabei ist jedoch ein schwerwiegender Fehler passiert.

Die vermummten Spezialkräfte stürmten die falsche Wohnung – der eigentlich Gesuchte wohnte nebenan.

Polizei Köln: SEK dringt in Wohnung eines Unbeteiligten (61) ein

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Nachmittag bekannt gaben, seien die Kräfte in Köln-Mülheim zunächst in die Wohnung eines Unbeteiligten (61) eingedrungen – aufgrund einer fehlerhaften Information, wie es hieß. Der 61-Jährige sei durch den Zugriff leicht verletzt worden.

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Ein Sprecher der Polizei Köln: „Wie sich herausstellte, lebt der 34-jährige Gesuchte, der im Besitz scharfer Schusswaffen sein soll, in einer Nachbarwohnung. Er war zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes aber nicht zu Hause.“

Kriminaldirektor Michael Esser hat als stellvertretender Direktionsleiter Kriminalität im Nachgang zur Entschuldigung der Einsatzkräfte vor Ort eine interne Einsatznachbereitung sowie eine sofortige bedarfsgerechte Betreuung des 61-Jährigen angeordnet. Zudem wird die Polizei zivilrechtliche Ansprüche des 61-Jährigen prüfen.

Kölner Ermittler haben vier Tatverdächtige (25 bis 34) im Visier

In den frühen Morgenstunden hatten Polizistinnen und Polizisten unter Beteiligung von Spezialeinheiten die fünf Wohnungen in Köln, Leverkusen, Langenfeld und Leichlingen durchsucht. Dabei wurden Datenträger, geringe Mengen Marihuana und Bargeld sichergestellt.

Ein bei der Staatsanwaltschaft Köln anhängiges Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Marihuana in nicht geringer Menge gegen vier Tatverdächtige verschiedener Nationalitäten im Alter von 25 bis 34 Jahren war nach Auswertungen von Encrochat-Daten ins Rollen gekommen.

Nahezu zeitgleich war es Dienstagmorgen zu einem Großeinsatz gegen organisierte Drogenkriminalität in mehreren Städten in NRW und Rheinland-Pfalz gekommen, darunter unter anderem auch in Köln. Hintergrund ist jedoch ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Es handelt sich um unabhängig voneinander agierende Drogenbanden. (iri)

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