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Zahlen sind da So viele Arbeitsplätze hat Corona im Kölner Einzelhandel verbrannt

Menschen gehen am Neumarkt in Köln an Geschäften entlang und steuern auf die Schildergasse zu.

Der Einzelhandel in Köln hat 2021 wie erwartet Verluste hinnehmen müssen. Das hat tausende Arbeitsplätze gekostet. Das Symbolfoto vom Neumarkt stammt aus dem März 2022.

Die Stadt Köln hat Zahlen zum Einzelhandel veröffentlicht. Wenig überraschend hat Corona viele Jobs gekostet und tut es weiterhin.

Das Geld sitzt seit Beginn der Corona-Pandemie bei vielen Menschen in Köln weit weniger locker als vorher. Kurzarbeit, eigener Jobverlust und erhöhte Lebenskosten haben Spuren hinterlassen. Das merkt auch der Einzelhandel, der trotz wachsender Zahlen im Online-Geschäft bluten musste.

Am Mittwoch (16. November 2022) hat die Stadt Köln nun Zahlen veröffentlicht, die die Zeit vom Dezember 2019 bis zum Dezember 2021 zusammenfassen.

Einzelhandel in Köln leidet: Während Corona 6,3 Prozent der Arbeitsplätze verloren

Das Ergebnis: Insgesamt hat die Pandemie etwa 2800 Arbeitsplätze „verbrannt“, das entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent.

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Betroffen sind laut des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik vor allem Beschäftigte in Supermärkten oder Kaufhäusern, aber auch in Geschäften mit „Detailhandel“ (z.B. Kleidung, Schuhe, Schmuck etc.).

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Die Gesamtzahlen: Zum Jahresende 2021 waren in Köln rund 41.800 Personen im Einzelhandel sozialversicherungspflichtig beschäftigt, die meisten davon in Supermärkten und Kaufhäusern (10.000 Beschäftigte, 60 Prozent Frauen) sowie in Geschäften mit Detailhandel (11.100 Beschäftigte, drei Viertel davon Frauen).

Prognosen für den Einzelhandel 2022 geben kaum Grund zur Hoffnung

Zahlen für das laufende Jahr 2022 liegen noch nicht vor, die Prognosen geben aber kaum Grund zur Hoffnung. Vor allem der Krieg in der Ukraine und die teilweise dratischen Preis-Anstiege in vielen Bereichen haben die Kaufbereitschaft weiter sinken lassen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) nimmt an, dass der deutsche Einzelhandel seinen Umsatz 2022 im Vergleich zum Vorjahr zwar um rund drei Prozent steigern kann, inflationsbereinigt bedeutet das aber ein Minus von zwei Prozent. Das dürfte weitere Arbeitsplätze kosten bzw. schon gekostet haben.

Besonders alarmierend: Dort, wo die meisten Menschen arbeiten (Supermärkte und Kaufhäuser), ist der Rückgang dramatisch. 1500 Stellen sind, das sind 13 Prozent Rückgang. Zum Vergleich: Zwischen 2011 und 2019 konnten gerade einmal 8,3 Prozent Stellen aufgebaut werden. Corona hat den mühsamen Aufstieg mehr als rückgängig gemacht.

Ein ähnliches Bild im Detailhandel: Zwar sind „nur“ 5,7 Prozent der Arbeitsplätze weg, von 2011 bis 2019 wurden aber auch nur 3,1 Prozent aufgebaut.

Einzelhandel in der Krise: Stadt Köln will jetzt mit Maßnahmen helfen

Jetzt will die Stadt Köln helfen: „Wir nutzen alle Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, um unsere Geschäftszentren zu stärken“, sagt Andree Haack, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales der Stadt Köln.

Besonders im Fokus der Maßnahmen steht die Kölner Innenstadt rund um das ehemalige Aushängeschild Schildergasse. Dort soll die Attraktivität wieder gesteigert werden. Aber ob sich dieser Trend umkehren lässt? (tw)

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