Rote Corona-App Kein PCR-Test mehr? Neue Regel im Kölner Gesundheitsamt

Berlin: Auf einem Smartphone zeigt die geöffnete Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko an. Die rote Anzeige warnt vor drei Begegnungen mit Corona-positiv getesteten Personen.

Wenn sich die Corona-Warn-App rot färbt, haben die Nutzer Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test - bisher. Die Stadt Köln führt ab sofort eine neue Regelung ein. Das Symbolfoto von Januar 2022 zeigt die geöffnete Warn-App auf einem Mobiltelefon.  

Haben Sie gerade eine rote Meldung in der Corona-Warn-App? Bisher hatten betroffene Kölnerinnen und Kölner überall Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test, um den Infektionsstatus abzuklären. Ab sofort gilt im Kölner Gesundheitsamt eine neue Regel.

In letzter Zeit häufen sich die Warnungen, immer mehr Kölnerinnen und Kölner erhalten plötzlich eine Meldung auf ihr Smartphone und die Corona-Warn-App färbt sich rot.

Bislang konnten die betroffenen Bürger auch bei der Stadt Köln einen kostenlosen PCR-Test machen, um zu erfahren, ob sie sich möglicherweise bei einer Kontaktperson mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies hat sich nun geändert.

Köln: Kein PCR-Test mehr bei roter Warnmeldung in Corona-Warn-App

Laut Stadt Köln haben Personen, die in der Corona-Warn-App eine rote Warnmeldung mit der Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ erhalten, also Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, ab sofort keinen Anspruch mehr auf einen kostenlosen PCR-Test im Infektionsschutzzentrum im Kölner Gesundheitsamt.

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Stattdessen sind die Kölnerinnen und Kölner aber weiterhin dazu aufgefordert, sofort einen Bürgertest vornehmen zu lassen und sich bis zum Vorliegen des negativen Ergebnisses bestmöglich zu isolieren.

Köln: „Neuregelung soll Überlastung der Labore vermeiden“

Am Freitag teilte die Stadt Köln mit, dass man grundsätzlich „unmittelbare Kontakte zu anderen Personen, die nicht zwingend erforderlich sind“ vermeiden solle. Und außerdem die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen strikt einzuhalten habe. „Diese Neuregelung soll dazu beitragen, angesichts der hohen Infektionszahlen eine Überlastung der Labore zu vermeiden“, so die Stadt.

Wegen der vielen überlasteten PCR-Testzentren hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereits am Mittwochabend (19. Januar 2022) bei „Markus Lanz“ gefordert, dass PCR-Tests nur noch für diejenigen Personen verwendet werden, „bei denen wir ganz sicher sein müssen, dass sie entweder krank oder wieder gesund sind.“ Lauterbachs Appell: Die Bürger und Bürgerinnen sollten bei einer roten Warn-App einen Selbst- oder Schnelltest machen.

Update vom 22. Januar: Die Regelung, dass aufgrund einer roten Warnmeldung in der Corona-Warn-App ab sofort kein Anspruch mehr auf einen PCR-Test besteht, gilt zunächst nur für das Infektionsschutzzentrum im Gesundheitsamt, nicht für alle Kölner Teststellen. Dies war aus der ursprünglichen Meldung der Stadt Köln nicht hervorgegangen. Die Kommune hat dies inzwischen klar gestellt, dementsprechend haben wir den Artikel aktualisiert. (mj/jan)

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