„Ich kann mich ja nicht klonen“Kölns Musik-Shooting-Star präsentiert Kino-Projekt

Porträt der Musikerin Charly Klauser.

Eine echte Powerfrau: Musikerin Charly Klauser (hier am 5. Juli 2022) ist auf vielen Bühnen unterwegs.

Charly Klauser spielt alle Instrumente auf ihrem Solo-Album selbst. Aus dieser Idee ist ein Film-Projekt entstanden. In dem Konzertfilm wird sie zeitgleich an allen Instrumenten zu sehen sein.

von Marcel Schwamborn (msw)

Sie ist die wohl angesagteste Künstlerin, die Köln derzeit zu bieten hat. Charly Klauser (33) teilte sich in den vergangenen zehn Jahren die Bühne mit Größen der deutschen Musikszene wie Alvaro Soler, Sasha, Tim Bendzko, Johannes Oerding, Peter Maffay oder Carolin Kebekus.

Percussion, Schlagzeug, Klavier, Geige, Gitarre – diese Instrumente beherrscht die Musikerin mit den türkisfarbenen Haaren aus dem Effeff. Aber die Multi-Instrumentalistin fällt auch immer mehr als Songwriterin und Produzentin auf. Ihr Soloprojekt nahm mit der Veröffentlichung des Debütalbums „Mehr“ weiter Fahrt auf.

Charly Klauser: Film-Event für Fans im „Turistarama“ in Köln

Da sich die gebürtige Bergisch Gladbacherin auf jedem Terrain so wohlfühlt, hat sie alle Songs geschrieben, komponiert und komplett allein eingespielt, produziert und gemischt. Aus dieser Konstellation entstand die Idee für ein verrücktes Film-Projekt.

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„Dieses Album ist absolut mein Baby, niemand anderes hat an der Entstehung mitgewirkt. Danach tauchte die Frage auf, wie wir das live umsetzen. Ich kann mich ja nicht klonen“, sagt sie gegenüber EXPRESS.de. Auf Tour wird sie von einer Band (in der unter anderem ihre Schwester Johanna Bass und ihr Mann Simon Schlagzeug spielen) begleitet.

Doch für den Musik-Film „Charly hoch fünf“ hat sie alle zehn Songs durchgehend an den verschiedenen Instrumenten gespielt. „Dann wurde das zusammengeschnitten und so sitze ich am Schlagzeug, gleichzeitig singe ich und spiele Gitarre.“ Die fünf Charlys tragen alle das gleiche Outfit, nur die Frisuren unterscheiden sich leicht.

Am 1. Oktober 2023 wird die Musikerin das Resultat ab 19 Uhr allen Interessierten im „Turistarama“ präsentieren. Zudem gibt es ein „Making-of“ und ein „Meet and greet“ mit der Künstlerin für Fans. Die ersten TV-Sender haben auch schon Interesse am Film gezeigt. „Ich schaue mal, wie die Resonanz ist, dann überlege ich, ob daraus eine Kino-Tour werden könnte.“

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Auch wenn sie die Erlebnisse mit den Top-Stars der Branche nicht missen möchte, will Charly Klauser mehr den Fokus auf ihre Songs legen. „Ich merke, wenn man nicht 110 Prozent für sein eigenes Projekt gibt, dann wird das nichts. Ich sage kaum mehr weitere externe Sachen zu. Mit Peter Maffay oder Carolin Kebekus mache ich gerne weiter. Aber ich versuche den Rest der Zeit an meinen Songs zu arbeiten. Das ganze Wissen und die Erfahrung, die ich gesammelt habe, fließen da mit ein.“

So entstehen derzeit permanent neue Songs der 33-Jährigen. „Ich brenne so sehr und habe so viele Dinge im Kopf, die ich raushauen möchte. Peter Maffay ist da immer ein gutes Vorbild. Der schläft auch kaum und gibt immer Vollgas. Das hat mich stets inspiriert.“