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Bootshaus Selbst 2G reicht nicht – Kölns Kult-Club öffnet mit strikter Corona-Sonderregel 

Bootshaus Köln: Aufnahme aus dem Bootshaus (vor Corona) mit DJ Duo DVBBS aus den USA. Kölner Club ist erneut bester Club Deutschlands.

Eine Party im Bootshaus Köln. Undatiertes Foto vor der Corona-Pandemie. Bald öffnet der Club mit neuen Corona-Regeln. 

Viele Clubs öffnen wieder und auch das Bootshaus in Köln öffnet nach eineinhalb Jahren wieder seine Türen. In dem Club gelten jedoch im September besondere Corona-Regeln – auch für Geimpfte und Genese. Club-Chef Tom Thomas erklärt gegenüber EXPRESS den Grund.

Köln. Das Bootshaus Köln öffnet seine drei Floors und den Außenbereich wieder. Doch damit überall auch coronakonform gefeiert werden kann, gelten nun besondere Corona-Regeln für den Einlass. Der Nachweis über die vollständige Impfung oder Genesung reicht nicht, um ins Bootshaus gelassen zu werden.

Bootshaus Köln mit Sonderregel für Geimpfte und Genesene

Generell gelten auch für das Bootshaus die sogenannten 3G-Regeln. Ungeimpfte müssen bei Club-Besuchen einen PCR-Test vorlegen können. Doch im Bootshaus Köln müssen auch Geimpfte und Genesene zusätzlich einen aktuellen Antigen-Schnelltest mitbringen.

„Wir sind auf diesen Weg gekommen, weil die Bürgertests momentan noch kostenlos sind und die Schnelltests eine zusätzliche Sicherheit für das Personal und die anderen Club-Gäste bedeuten“, erklärt Bootshaus-Chef Tom Thomas gegenüber EXPRESS.

Auch Geimpfte könnten sich leider infizieren, wenn auch selten und das Coronavirus übertragen.

Bootshaus Köln will Einlassvoraussetzungen ab Oktober neu festlegen

„Daher wollen wir die maximale Sicherheit, die wir momentan gewährleisten können, auch ermöglichen“, betont Tom Thomas.

Diese Sonderregel für den Einlass ins Bootshaus sei jetzt jedoch erst einmal der Plan für den September, solange die Schnelltests noch kostenlos seien. Danach will das Bootshaus noch einmal neu evaluieren, wie sie die zukünftigen Regeln gestalten.

Bootshaus-Chef führt Sonderregel auch im Flamingo Royale ein

„Wir hoffen, dass bis Oktober ein großer Schritt in Richtung Herdenimmunität erreicht wurde und wir dann sogar ohne die 3G-Regeln feiern können – wenn das möglich und erlaubt ist“, so der Club-Chef weiter. Tom Thomas geht davon aus, dass sich viele Menschen bis dahin noch impfen lassen werden oder bis Oktober den vollständigen Impfschutz mit der Zweitimpfung erreicht haben.

Der Bootshaus-Chef ist auch Geschäftsführer vom Kölner Club „Flamingo Royale.“ Auch hier sollen ab der Öffnung im September dieselben Regeln gelten.

Kölner Bootshaus ist der beste Club Deutschlands

Weiterhin kann das Bootshaus in Köln-Deutz seinen ersten Platz als bester Club Deutschlands verteidigen. Weltweit steht das Bootshaus fast ganz oben. Kürzlich haben die Leser des britischen „DJ Mag“ Magazins den Kölner Club wieder auf Platz eins gewählt.

Schon zum dritten Mal in Folge erreicht er damit einen Platz unter den Top Ten. Schon im vergangenen Jahr belegte die Diskothek Platz sechs, in diesem Jahr verbessert sich ihr weltweites Ranking sogar auf Platz fünf.

„Das Bootshaus ist ein Club mit Geschichte, der sich Jahr für Jahr weiterentwickelt, immer wieder neu erfindet und neue Maßstäbe setzt“, betont Geschäftsführer Tom Thomas. 

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und fühlen uns geehrt“, sagt er gegenüber EXPRESS.de und verrät sein Erfolgsgeheimnis: „Man muss bei den jungen Leuten den Puls der Zeit treffen und gutes Programm bieten. Unsere Stärke ist aber vor allem die einmalige Stimmung.“ Und die spricht sich rum, nicht nur unter den Gästen.

Tom Thomas steht auf dem Außengelände des Bootshauses.

Tom Thomas ist der Geschäftsführer des Bootshauses.

Im Bootshaus traten schon Größen wie Felix Jaehn oder David Guetta auf, die sonst vor allem nur auf Festivals zu sehen sind. „Das liegt zum einen daran, dass wir viele Künstler schon gebucht haben, bevor sie bekannt wurden“, erklärt Thomas, „zum anderen spricht sich unser besonderes Ambiente auch unter den Stars rum, sodass sie gerne bei uns auftreten.“

Wiedereröffnung des Bootshauses in Köln steht kurz bevor

Auch für das Bootshaus waren die letzten eineinhalb Jahre Pandemie eine harte Zeit. Trotz der langen Schließung entwickelte das Team aber immer wieder neue Projekte, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Ende 2020 wurde der Club als erster weltweit realitätsgetreu als Virtual Reality Disco nachgebaut. 

Seit Freitag, dem 20. August, dürfen Clubs auch in Köln wieder öffnen. Das Bootshaus blieb jedoch weiterhin geschlossen. Das lag an der Kurzfristigkeit, erklärt Thomas. „Wir müssen erst mal alle Mitarbeiter schulen, die Hygienemaßnahmen umsetzen und alles wieder auf Vordermann bringen.“ Anfang September soll es dann auch dort wieder losgehen.

„Wir haben mehrere Highlights und tolle Künstler für den ersten Monat geplant“, verrät er. Dennoch bleibe auch bei Tom Thomas die Sorge, dass wegen der steigenden Inzidenz schnell wieder alles vorbei sein kann.

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