Aus leerem Club Kölner Bootshaus sendet verrücktes Lebenszeichen: Fans sind begeistert

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So haben die Meisten das Kölner Bootshaus noch nie gesehen: vollkommen leer.

Köln – Nach zahlreichen Projekten während der coronabedingten Schließung meldet sich der Weltbekannte Kölner Club „Bootshaus” wieder zurück. Und zwar mit einem außergewöhnlichen Projekt: „The Sounds of Bootshaus”

  • Kölner Bootshaus startet außergewöhnliches Projekt
  • Song aus 50 Geräuschen des leeren Clubs
  • Bootshaus-Inhaber gibt Versprechen

Normalerweise ist der Club für seine großen Partys und Veranstaltungen bekannt. Jetzt steht er bereits seit sehr langer Zeit leer. So traurig der Zustand auch ist, bietet er Möglichkeiten für ganz neue Projekte.

„The Sounds of Bootshaus” aus dem leeren Kölner Club

Der leere Club bietet ein außergewöhnliches Flair, meint DJ Daniel Gourski. Im Bootshaus legt er bereits seit vielen Jahren auf. Bereits zu Beginn des Lockdowns kam ihm der Gedanke, sonst so lebhafte Orte in dieser neuen Atmosphäre darzustellen, erklärt er.

50 Tonspuren nahm er schließlich im leeren Bootshaus auf. Dabei handelt es sich um Geräusche, die sonst während einer Partynacht untergehen: Der Aufbau des DJ-Equipments, die Eismaschine, die Lüftungsanlage oder der Ticketschalter.

„Zu Beginn kann man sich das kaum vorstellen, wie aus einzelnen Tonspuren am Ende ein Song entstehen soll”, erinnert sich Tom Thomas, Inhaber des Bootshauses. Trotzdem sei er von der Idee sofort begeistert gewesen. „Die Töne sind uns allen sehr gut bekannt, nur eben in einem anderen Setting.”

Kölner Bootshaus hält sich mit verschiedenen Projekten am Leben

Wie etwa 98 Prozent aller anderen Clubs gehe es auch dem Bootshaus finanziell nicht gut. Mit verschiedenen Projekten, wie etwa dem Virtual Reality Club, dem „Arena Now!”-Konzept oder der Gründung eines Testzentrums konnte das Fortbestehen jedoch gesichert werden. „Wir werden auf jeden Fall wieder öffnen”, verspricht Thomas – wann immer das auch sein mag.

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DJ Daniel Gourski nahm Tonspuren der Flammen aus dem leeren Club auf.

200.000 Besucher hat das Bootshaus nach eigener Aussage pro Jahr. „Noch nie war der Club so lange still”, bedauert Gourski. Für ihn sei die Aufnahme ein Herzensprojekt, denn auch er ist finanziell von der Schließung betroffen.

Das Projekt ist so gut angekommen, dass die auf 100 Stück limitierten Schallplatten bereits vergriffen sind. Für alle anderen gibt es jedoch das Making-Off-Video mit dem fertigen Song zum jederzeit anhören.

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