Auf dem Gelände des Güterbahnhofs Köln-Nord ist eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Die Entschärfung verzögerte sich.
Bombenfund in KölnZünder beschädigt – Entschärfung erfolgreich
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Erneuter Bombenfund in Köln! Bei Sondierungsarbeiten wurde am Dienstagnachmittag auf dem Güterbahnhofsgelände der DB in Kalk ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Die Entschärfung am Mittwoch (23. September 2026) verzögerte sich, wie die Stadt Köln mitteilte. Grund: der Zünder war beschädigt. Um 15.02 Uhr wurde die Bombe dann erfolgreich entschärft.
Bombe in Köln: Zünder muss „fragmentarisch“ entfernt werden
Es handelte sich um eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. Das Ordnungsamt hatte um 9 Uhr mit der Evakuierung begonnen. Alle Betroffenen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen – dies betraf vor allem Teile der Germania-Siedlung in Höhenberg. Der erste Klingeldurchgang startete um kurz nach halb 10, der zweite war am Mittag gegen 12.30 Uhr beendet. Um 13.22 Uhr erfolgte dann die Freigabe zur Entschärfung.
Da der Zünder nicht mehr intakt war, musste er „fragmentarisch“ entfernt werden, wie Stadtsprecher Robert Baumanns sagte. Um 15.02 Uhr meldete die Stadt Vollzug.
Die Straßensperren werden und nach und nach aufgehoben, Anwohnende können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.
Von der Evakuierung betroffen waren neben dem Bahngelände auch die Stadtautobahn (B 55a) mit dem Tunnel Kalk. Die Sperrung erfolgte gegen 13 Uhr. Die Durchfahrt durch den Kalker Tunnel Richtung Autobahnkreuz Köln-Ost war vorübergehend nicht mehr möglich. Stadteinwärts wurde die Abfahrt von der Autobahn 3 Richtung Köln-Zentrum gesperrt.
Der Tunnel führte den Verkehr zwischen der Zoobrücke und dem Autobahnkreuz Köln-Ost unter den Gleisanlagen des Güterbahnhofs Köln-Kalk-Nord hindurch. Am Güterbahnhof selbst wurden aus Sicherheitsgründen Kesselwagen in Sicherheit gebracht. Der Güterzugverkehr wurde eingestellt. Ebenfalls gesperrt wurde der Luftraum.

Copyright: Stadt Köln
Mike Kaledat und Katharina Nowicki (Einsatzleitung des Ordnungsamtes der Stadt Köln) mit den Entschärfern Christoph Wassenberg und Marcel Biewald vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf (v.l.).
Von der Räumung betroffen war auch der TÜV. Untersuchungen können erst wieder nach der Entschärfung des Blindgängers erfolgen.
Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf mit einem endgültigen Radius von 300 Metern festgelegt. Rund 700 Personen, aber auch weitere Gewerbebetriebe und Dienstleister, waren von der Evakuierung betroffen.
Hier wurden Straßen und Wege gesperrt:
- Germaniastraße 180
- Gehweg neben Tunnel unterhalb Remscheider Straße einwärts
- Weg Tunnel unterhalb Remscheider Straße auswärts (Tunnelsperrung)
- Remscheider Straße Wendehammer
- Germaniastraße/Ilmenauer Weg
- Koburger Straße 87
- Weimarer Straße 42
- Schmalkalder Weg hinter Hausnummer 50/52 Durchgang
- Frankfurter Straße 276/278 Durchgang
- Frankfurter Straße/Gothaer Platz inklusive Fußweg/Wiese
- Frankfurter Straße 200 Durchfahrt TÜV
- Schüttlager OBI Germaniastraße Wendehammer (Rolltor)
Eine Anlaufstelle gab es im Bürgeramt Kalk, Kalker Hauptstraße 247. Dort hielten sich zehn Personen auf. Vier Personen wurden mit Krankentransporten aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Im Einsatz waren insgesamt 90 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes, zwei von der Feuerwehr/Rettungsdienst, neun von Hilfsorganisationen, 30 von der Polizei und zwei von der Bahn AG. (iri/susa)
