„Mutig und klug“ Renommierter TV-Preis: Kölnerinnen Kebekus und Reeves räumen ab

Carolin Kebekus lächelt in die Kamera.

Carolin Kebekus, hier am 17. Juni 2020, erhielt zusammen mit Shary Reeves den Bayerischen Fernsehpreis.

Grund zur Freude für zwei Kölner Fernsehgesichter: Carolin Kebekus und Shary Reeves haben den Bayerischen Fernsehpreis in der Kategorie „Unterhaltung“ gewonnen.

Köln. Zwei Kölner Frauen der Fernsehbranche dürfen sich über einen der begehrtesten Preise des Genres freuen: Carolin Kebekus (41) und Shary Reeves haben den Bayerischen Fernsehpreis in der Kategorie „Unterhaltung“ gewonnen. Ausgezeichnet wurde die ARD-Sendung „Die Carolin Kebekus Show – Folge 3 Brennpunkt Rassismus“.

Bayerischer Fernsehpreis: Kebekus und Reeves „legen den Finger in die Wunde“

In der Folge ging es um die Proteste nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd, der am 25. Mai 2020 durch einen Polizeibeamten getötet wurde, indem dieser minutenlang auf Floyds Hals kniete.

Carolin Kebekus thematisierte daraufhin den alltäglichen Rassismus in einer Sondersendung, die von Shary Reeves moderiert wurde. Die Jury des Bayerischen Fernsehpreises begründete ihre Entscheidung so: „Sie sind mutig. Sie sind klug. Sie brechen mit Konventionen. Und sie legen den Finger in Wunden.“

Shary Reeves beim landesweiten Katastrophenschutztag NRW auf dem Bonner Münsterplatz.

Shary Reeves, hier am 2. Oktober 2021, setzt sich gegen Rassismus ein. Für ihr Engagement in der „Carolin Kebekus Show“ wurde sie nun mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Außerdem würden Kebekus und Reeves strukturelle Probleme in der Gesellschaft für Schwarze ansprechen, wenn diese nicht zu Wort kommen, aber eigentlich zu Wort kommen müssten: Eben beim Thema Rassismus.

Bayerischer Fernsehpreis: Gala fällt wegen Corona erneut aus

Neben den Auszeichnungen für Kebekus und Reeves durften sich auch zwei weitere WDR-Koproduktionen über einen Preis freuen: Zum einen erhielt Bernd Lange die Auszeichnung für die Drehbuch der BR-WDR-Tatort-Doppelfolge „In der Familie I und II“ sowie der Schauspieler Klaus Steinbacher den Nachwuchspreis für seine Rolle in „Oktoberfest 1900“.

Der Bayerische Fernsehpreis wird seit 1989 verliehen und gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen der Branche. Die Gala fiel in diesem Jahr wegen Corona erneut aus, die Preise wurden bereits vorab verliehen. Ein Film mit Videos der Preisträger ist in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks zu sehen und läuft zudem am Mittwoch um 22.00 Uhr im BR Fernsehen. (nb)

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