Kölns Bahnhöfe und Stationen: Hopp oder top? Der Testbericht von go.Rheinland spricht eine klare Sprache.
Bahnhöfe und Stationen getestet„Nicht akzeptabel!“ So mies schneidet Köln ab

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Auch der Bahnhof Ehrenfeld (Archivfoto aus Februar 2025) wurde von den Testern und Testerinnen unter die Lupe genommen.
Beschmierte Wände, demolierte Mülleimer, siffige Aufzüge: Kölns Bahnhöfe und Haltestellen sind oft ein Trauerspiel. Das zeigt sich jetzt auch beim go-Rheinland-Bericht für 2025.
Dort haben gleich mehrere Kölner Stationen mies abgeschnitten. Untersucht wurden unter anderem Sauberkeit, Zustand von Sitzgelegenheiten, Abfallbehälter und Funktionalität des Wetterschutzes.
go.Rheinland-Test: viele Stationen in Köln unakzeptabel
Dabei landete „Köln-Ehrenfeld“ auf Platz 4 der insgesamt 16 „nicht akzeptablen Stationen“, gefolgt von „Köln Airport-Businesspark“ und „Köln-Chorweiler“. Ebenfalls in der Negativliste sind die Stationen „Köln-Longerich“ (Platz 10) und „Köln Frankfurter Straße“ (Platz 12).
Die schlechten Bewertungsergebnisse einiger Kölner S-Bahn-Stationen seien auffällig, heißt es in dem Bericht. So wurden zum Beispiel beim Halt Köln-Ehrenfeld die Beschilderung, die Uhren, der Wetterschutz, die Sitzgelegenheiten, Grafitti-Schmierereien auf dem Bahnsteig und im Zugangsbereich, der Zustand des Gleisbetts, Abfallbehälter, Fahrkartenautomat, Aufzug und Fahrtreppe bemängelt.
Lediglich der Kölner Hauptbahnhof und die Haltestelle Köln Messe/Deutz konnten beim Check überzeugen. Der Rest, wie zum Beispiel Köln Hansaring oder Köln Süd, wurde als „noch akzeptabel“ eingestuft.
go.Rheinland, Aufgabenträger für den Regional- und S-Bahn-Verkehr zwischen Aachen und Gummersbach, hat zum inzwischen 13. Mal seinen Stationsbericht abgegeben. Dabei wurden insgesamt 195 Bahnhöfe und Haltepunkte genau unter die Lupe genommen.
Gesamtergebnis deutlich unter Vorjahres-Niveau
Trauriges Fazit: Das Gesamtergebnis 2025 liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. In der besten Kategorie landeten lediglich zehn Bahnhöfe und Haltepunkte. 2024 waren es noch 22. Als ordentlich/akzeptabel wurden 98 Stationen bewertet (2024: 126). Nicht mehr akzeptable Mängel liegen an 16 (2024: 9) Stationen vor.
„Zu den Verschlechterungen bei der Bewertung haben vor allem die vielfach auftretenden Graffiti und zahlreiche Vandalismusvorfälle geführt“, heißt es seitens go.Rheinland. Die größte Verschlechterung zeigte sich jedoch beim Kriterium „Sauberkeit der Aufzüge“ und beim „Bauzustand des Zugangsbereichs“.
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go.Rheinland-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober: „Nachdem die Qualitätsprüfungen im Jahr zuvor endlich einmal wieder Verbesserungen zeigen konnten, ist die Qualität im Jahr 2025 leider deutlich gesunken. Wir fordern die Stationsbetreiber, Städte und Gemeinden dazu auf, aktiv gegenzusteuern. Auch wenn uns bewusst ist, dass Ausstattungselemente nach einer Instandsetzung leider oft sofort wieder erneut mutwillig zerstört oder mit Graffiti verschmutzt werden, schauen wir nicht weg. Gerade an den Stationen im nicht mehr akzeptablen Zustand werden wir gemeinsam mit den Infrastruktureigentümern die Probleme angehen und entsprechende Maßnahmen entwickeln.“
Sehr zufrieden waren die Testerinnen und Tester übrigens mit den Bahnhöfen Siegburg/Bonn sowie der Station Heinsberg-Porselen. Doch auch für andere Stationen besteht Hoffnung, da an ihnen größere Umbaumaßnahmen geplant sind, so dass hier von einer duetlichen Verbesserung ausgegangen werden kann. (iri)

