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„Aktenzeichen XY“Mord an Kölnerin (16) – letzte Hoffnung nach 30 Jahren

Suche nach dem Mörder der 16 Jahre alten Seckin Caglar aus Poll

Copyright: Polizei Köln

Der Mörder der damals 16 Jahre alten Seckin Caglar aus Poll ist noch immer nicht gefunden.

Aktualisiert

Der brutale Mord an Seckin Caglar aus Köln kommt nach 30 Jahren ins TV.

Mehr als drei Jahrzehnte nach dem grausamen Mord an der 16-jährigen Seckin Caglar klammern sich die Ermittlerinnen und Ermittler an eine neue Chance.

Am Mittwoch (25. Februar) wird der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ vorgestellt, in der Hoffnung auf den entscheidenden Hinweis, der zur Lösung dieses Cold Case führen könnte.

DNA-Massentest brachte keinen Durchbruch

Die Tragödie ereignete sich am 16. Oktober 1991. Seckin Caglar befand sich nach der Arbeit auf dem Heimweg von ihrer Ausbildungsstätte in Köln-Poll. Sie stieg gegen 18.40 Uhr an der Haltestelle Salmstraße in die Linie 7 und verließ die Bahn nur zwei Minuten später an der damaligen Haltestelle Poll Autobahn.

Dort sollte sie eigentlich von einem Familienmitglied abgeholt werden, doch sie verpassten sich tragischerweise um wenige Augenblicke. Eine sofort eingeleitete Suchaktion, an der sich Polizei, Familie und Freunde beteiligten, blieb zunächst ohne Erfolg. Am folgenden Morgen wurde die Leiche der jungen Frau in einem Gebüsch gefunden, nur wenige Meter von der Haltestelle entfernt.

Die Ermittlungen ergaben, dass Seckin Caglar sexuell missbraucht und erdrosselt wurde. Der Fundort ihrer Leiche war auch der Tatort. Unklar bleibt bis heute, wo und wann genau sie auf ihren Mörder traf. Die Ermittlerinnen und Ermittler vermuten eine Spontantat. Obwohl am Tatort Spuren gesichert wurden und das DNA-Profil des Täters bekannt ist, gab es in der Datenbank bisher keinen Treffer.

Aus diesem Grund wurde bereits im März 2023 eine umfangreiche DNA-Reihenuntersuchung durchgeführt. Mit neuen kriminaltechnischen Methoden hoffte man auf eine Übereinstimmung. 355 Männer, die 1991 in Poll lebten, arbeiteten oder sich dort aufhielten, wurden zur Abgabe einer Speichelprobe aufgefordert. Die Kölner Polizei hatte die Namen aus den alten Akten rekonstruiert.

Gleichzeitig versuchte die Ermittlungsgruppe, mit Flyern in der Stadtbahnlinie 7 auf den ungelösten Fall aufmerksam zu machen. Ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft teilte im Sommer 2025 jedoch mit, dass die Auswertung aller Proben – selbst von Personen, die eine freiwillige Abgabe verweigert hatten – negativ ausfiel.

„Im Rahmen der DNA-Reihenuntersuchung haben wir viel örtliche Öffentlichkeitsarbeit gemacht, die bisher leider nicht zum Erfolg geführt hat“, erklärt Cold-Case-Ermittler Markus Weber. „Täter, Mitwisser oder Zeugen könnten aber schon längst aus Köln weggezogen sein und durch die bundesweite Ausstrahlung der Sendung erreicht werden.“ Weber setzt seine Hoffnung darauf, dass Details, die einst unwichtig schienen, nun den Durchbruch bringen könnten: „Oft wissen Zeugen gar nicht, wie wichtig auch kleinste Informationen sein können“, so der Ermittler.

Für die Familie ist die Ungewissheit auch nach über 30 Jahren eine enorme Belastung. Seckins Bruder Basri äußerte sich 2023 im Gespräch mit EXPRESS.de: „Vielleicht melden sich auch jetzt noch Zeugen, die sich damals nicht getraut haben. Vielleicht hat irgendwer noch den entscheidenden Hinweis für die Polizei.“ Der Gedanke, so Basri Caglar, dass der Täter noch frei herumlaufe, sei für ihn „beängstigend“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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