In Köln stehen mehrere Tauschboxen. Die Auswahl eines Standortes macht eine Kölnerin fassungslos.
Nette Idee, aber..Standort für Kölnerin „einfach schleierhaft“

Copyright: Leserreporterin Nicole O.
Nicole O. hat am 31. Oktober 2026 das Foto der Tauschbox am Zülpicher Platz geschickt und schreibt dazu: „Es ist mir einfach schleierhaft, wie die Stadt ernsthaft für eine Tausch-Box am Zülpicher Platz Geld ausgegeben hat.“

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Die Idee der Kölner Tauschboxen ist nett: Getauscht werden Dinge, die man auch einem guten Freund oder einer guten Freundin schenken würde. So weit, so gut.
Am Zülpicher Platz hat man allerdings irgendwas missverstanden. Denn da steht eine leere Alkohol-Pulle, eine Plastiktrinkflasche und ein Papierkorb (mit mehreren Slipeinlagen) drin und noch andere „nette“ Sachen, wie eine Pfanne und Fast-Food-Reste. So sah es zumindest aus, als EXPRESS.de-Leserreporterin Nicole O. vor wenigen Tagen geschockt ein Foto machte.
Box an Kölner Platz: Standort für Leserreporterin schleierhaft
„Es ist mir einfach schleierhaft, wie die Stadt ernsthaft für eine Tauschbox am Zülpicher Platz Geld ausgegeben hat“, erklärte sie fassunglos. Was dort lande, sei nicht schwer zu erraten gewesen.
„Ich bin mal gespannt, wann die ersten Hundekot-Tüten abgelegt werden oder rein gepinkelt wird“, sagt sie und wirft der Stadt vor: „Mal wieder nicht nachgedacht!“ Der Zülpicher Platz gilt als Party-Hotspot.
Die Box dort gibt es seit dem 22. Oktober. Auf die Frage, warum ausgerechnet am Zülpicher Platz, erklärt Sabine Wotzlaw vom städtischen Presseamt: „Hier stand eine ausgediente Telefonzelle der Telekom, die umgebaut als Tauschregal weiter genutzt werden kann. Die Lage ist zentral, es gibt ein hohes Passanten-Aufkommen und dadurch auch eine Sozialkontrolle.“
Die Installations- und Materialkosten würden bei einer niedrigen vierstelligen Summe liegen.
Kölner Tauschboxen haben Patenschaften
Es würde auch kontrolliert, was dort landet, so die Stadtsprecherin. Und zwar durch die jeweiligen Tauschbox-Paten und -Patinnen. Weitere Boxen stehen unter anderem am Rande des Wiener Platzes, an der Kreuzung Frankfurter Straße/Eulenbergstraße, an der Hohe Straße und am Eierplätzchen. Weitere sind in Planung.
Alle Boxen, außer der Tauschbox auf dem Brüsseler Platz, sind installiert und haben eine Patin oder einen Paten. Für die Tauschbox in Zollstock werde noch eine Patenschaft gesucht, so Sabine Wotzlaw.
Laut Beschreibung der Stadt dienen die Tauschboxen als Treffpunkt für nachbarschaftliches Geben und Nehmen. Dort können Alltagsgegenstände abgelegt werden und, wenn jemandem etwas gefällt, kann dieser es ohne Gegenleistung mitnehmen.
Was getauscht wird, soll, so die Stadt, intakt und sauber sein. Nicht ins Regal würden neben Kleidung und Bücher auch Geräte mit Akku, gefährliche Gegenstände, Medikamente, Lebensmittel und Getränke sowie Alkoholika gehören.
Kölner Tauschboxen: Gute Idee oder rausgeschmissenes Geld? Welche Erfahrungen macht ihr?
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