Eigentlich sollte hier am 22. August ihre freie Trauung stattfinden. Doch dann brannte das Sürther Bootshaus ab – und Melanie Stein startete einen Hilferuf, der ganz Köln bewegt.
Kölner Bootshaus-DramaTraumhochzeit in Flammen – Melanie mit Hilferuf

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Ein Feuer verwüstete das Sürther Bootshaus. Melanie Stein und ihr Verlobter Cristiano wollten dort heiraten.

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Melanie Stein (42) aus Hilden und ihr Verlobter Cristiano (45) aus Köln-Mülheim wollten am 22. August ihre freie Trauung feiern – im Sürther Bootshaus, direkt am Rhein. Zehn Jahre sind die beiden zusammen, lang haben sie diesen Tag geplant. Dann kam der Brand.
„Ich konnte es nicht glauben“, sagt Melanie Stein am Mittwoch im Gespräch mit EXPRESS.de. Ihr DJ, der in der Nähe des Bootshauses wohnt, hatte ihr ein Bild geschickt: das Restaurant in Flammen. Das Paar fuhr sofort hin. Auch Pächter Jörg Blöck war vor Ort. „Es war einfach nur ein Riesenschock für uns“, erzählt die 42-Jährige.
Sürther Bootshaus niedergebrannt: Melanie und Cristiano wollten dort heiraten
Ein Jahr lang hatten Melanie Stein und Jörg Blöck die Hochzeit gemeinsam geplant. Erst vor rund zwei Wochen hatte das Paar eine Garage für die Deko angemietet, die Bootshaus-Terrasse digital durchgeplant.
„Er war total begeistert, was ich da auf die Beine gestellt habe“, sagt die Braut. Nach dem Brand traute sie sich zunächst nicht, sich bei ihm zu melden – „weil er gerade andere Sorgen hat“. Trotzdem schrieb sie ihm nachts eine Nachricht. Gegen Mittag rief er zurück. „Das war sehr emotional“, so Melanie Stein.
Für das Paar ist der 22. August mehr als nur ein Hochzeitstermin. Melanie Stein hatte vor zwei Jahren einen Schlaganfall. „Wir wissen nicht, was morgen noch ist“, sagt sie. Auch ihr Sohn Robin (15) sollte bei der freien Trauung eine besondere Rolle bekommen: Cristiano wollte ihn offiziell als seinen Sohn „annehmen“.
Weil die freie Trauung und die anschließende Feier unbedingt an einem Ort stattfinden sollen, gestaltet sich die Suche nach einer Ersatzlocation für die rund 30 bis 40 Gäste schwierig – fünf haben bereits abgesagt.
Um doch noch rechtzeitig fündig zu werden, hat Melanie Stein einen Hilferuf in der Facebook-Gruppe „Nettwerk Köln“ gestartet – unter der Überschrift „H.I.L.F.E.“: „Unsere Hochzeit sollte am 22. August im Sürther Bootshaus stattfinden. Nun ist es leider gestern abgebrannt. Wir suchen jetzt händeringend eine Ersatzlocation.“
Die Reaktion überwältigt sie. Mehr als 700 Kommentare in kürzester Zeit. Ganz Köln denkt mit und macht Vorschläge für alternative Feierorte: Bootshaus Albatros in Rodenkirchen, Haus am See am Decksteiner Weiher, Schloss Burgau bei Düren, der Zülpicher See, die Fliegerhütte am Segelflugplatz Leverkusen – und sogar eine Wassermühle 50 Kilometer entfernt in Halver, die am 22. August noch frei wäre.
Noch ist nichts entschieden. Melanie und Cristiano prüfen nun verschiedene Angebote. Das Knifflige: Freie Trauung und Feier sollen an einem Ort stattfinden – das war der Plan, und daran halten sie fest. Allerdings soll das Budget von circa 6600 Euro nicht überschritten werden.
Das Standesamt ist bereits gebucht: Am 20. August, zwei Tage vor der Feier, wird in Düsseldorf offiziell geheiratet.
