Die Große KG Frohsinn feierte eine Sitzung mit Haltung, Herz und kölscher Lebensfreude. Für einen Höhepunkt sorgte Präsidentin Tanja Wolters mit einer waghalsigen Einlage.
„Mer dun et för Kölle“Spektakulärer Auftritt – Präsidentin über Fahne geschossen

Copyright: Vera Drewke Photography
Voller Einsatz bei der Sitzung: Präsidentin Tanja Wolters von der Großen KG Frohsinn fliegt über die Fahne der Kölner Rheinveilchen.
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Das Sessionsmotto „Mer dun et för Kölle“ wurde bei der Sitzung der Großen KG Frohsinn am Sonntag (11. Januar 2026) nicht nur zitiert, sondern konsequent mit Leben gefüllt.
Im ausverkauften Gürzenich setzte die Gesellschaft ein starkes Zeichen für den kölschen Karneval als verbindende Kraft der Stadt. Stellvertretend für das tägliche Funktionieren und das lebendige Miteinander in Köln zogen zu Beginn Ehrenamtliche und Berufstätige aus ganz unterschiedlichen Bereichen in den Saal ein.
„‚Mer dun et för Kölle‘ ist kein Karnevalsspruch, sondern Alltag“
Von Polizei, AWB, KVB, und Maltesern über Bäcker, Ärztinnen und Pflegekräfte bis zu Sport, Brauchtum und kölschen Originalen wie Tünnes und Schäl war alles dabei.
In einer gemeinsamen Choreografie wurde sichtbar, was das Motto ausdrückt: Wir alle tragen Verantwortung für Köln – auf ganz unterschiedliche Weise. „Uns war wichtig zu zeigen, dass ‚Mer dun et för Kölle‘ kein Karnevalsspruch ist, sondern gelebter Alltag“, erklärte Präsidentin Tanja Wolters. „Diese Vielfalt an Menschen steht sinnbildlich für das, was unsere Stadt zusammenhält.“
Ein besonderer Moment war auch die Ehrung von Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, der zum Ende dieser Session aus seinem Amt scheidet, zum Ehrenmitglied.
Kuckelkorn hatte maßgeblichen Anteil daran, dass es seinerzeit zu einer tragfähigen Nachfolgeregelung innerhalb der Gesellschaft kam, indem er den entscheidenden Kontakt herstellte und damit den Fortbestand der Großen KG Frohsinn Köln überhaupt erst möglich machte.

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Beim sehr emotionalen Einzug lenkten viele Ehrenamtler und Menschen, die in Köln und für Köln arbeiten, den Fokus auf das Sessionsmotto.
„Ohne sein Zutun stünden wir heute so nicht hier“, machte Präsidentin Wolters in ihrer Würdigung deutlich. Die Ehrenmitgliedschaft versteht sich daher als Zeichen des Dankes und der Anerkennung – für Weitsicht, Verantwortung und den nachhaltigen Einsatz für den Frohsinn und den kölschen Karneval.
Ein absoluter Höhepunkt war der Auftritt des Tanzkorps Kölner Rheinveilchen. Neben tänzerischer Präzision und Ausdrucksstärke sorgte insbesondere das Finale für einen Gänsehautmoment.

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Der scheidende Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn (r.) wurde zum Ehrenmitglied der KG Frohsinn ernannt.
Präsidentin Tanja Wolters wurde über eine mehr als drei Meter hohe Fahne geschossen und schloss damit den Auftritt eindrucksvoll ab – ein Moment, der lange nachwirkte und vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.
Wie bereits bei vorherigen Veranstaltungen, verzichteten die auftretenden Künstler auf Geschenke und erhielten stattdessen Wertgutscheine für den Verein Domspitzen, die symbolisch in eine Spendenbox geworfen wurden.
„Karneval endet für uns nicht am Bühnenrand“, betonte der erste Vorsitzende Andreas Wolf. „Wenn wir Menschen zusammenbringen, wollen wir diese Kraft auch nutzen, um etwas zurückzugeben.“
