Zum letzten Mal trat das designierte Kölner Dreigestirn beim Generalkorpsappell der Prinzen-Garde in Uniform auf die Bühne. Am Freitagabend steht die Proklamation des Trifoliums an.
Kurz vor der ProklamationIst die Prinzen-Garde Köln noch begeisterungsfähig?

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Ein letztes Mal standen Prinz Niklas (M.), Bauer Clemens (r.) und Jungfrau Aenne am Donnerstagabend (8. Januar 2026) in den Uniformen der Prinzen-Garde auf der Bühne, ehe sie am Freitagabend zum Dreigestirn der Session 2026 proklamiert werden.
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Einen Abend vor der Proklamation des Kölner Dreigestirns fand im großen Saal des Maritim-Hotels der Generalkorpsappell der Prinzen-Garde statt. Das Traditionskorps, das in dieser Session das Dreigestirn stellt, freut sich ganz besonders auf die nächsten Wochen.
Nach dem umjubelten Auftritt der Kinder- und Jugendtanzgruppe unter der Leitung des erst neunjährigen Kinderkommandanten Christoph Ollig, stellte der Protokollführer des Kölner Dreigestirns, Prinzen-Garde-Vorstandsmitglied und Ex-Prinz der Session 2012, Marcus Gottschalk, am Donnerstagabend (8. Januar 2026) die wichtigste Frage des Abends.
Generalkorpsappell der Prinzen-Garde vor der Proklamation
„Ist die Prinzen-Garde noch begeisterungsfähig, ein Dreigestirn zu stellen, obwohl wir bereits im Gründungsjahr 1906 unser erstes Dreigestirn stellten?“ Der donnernde Applaus erledigte jeden weiteren Zweifel. Zum fünften Mal in diesem Jahrtausend kommt Dreigestirn vom weiß-roten Korps.
Und auch Präsident Dino Massi kann es kaum erwarten. „Als ständiges Begleitkorps zusammen mit der Ehrengarde des Kölner Dreigestirns, sind wir jedes Jahr gedrillt, Prinz, Bauer und Jungfrau zu begleiten. In diesem Jahr herrscht bereits seit Wochen eine ganz besondere Euphorie im Korps, denn wir begleiten drei Jungs aus unseren eigenen Reihen.“
Bei aller Freude kündigte der Dreigestirns-Vater schmunzelnd an: „Denkt immer daran: Wir, die Ehrengarde und die Prinzen-Garde, haben immer ein Auge auf euch, denn ihr dürft nicht alles machen, was ihr vielleicht wollt.“
Ein letztes Mal zog das designierte Kölner Dreigestirn in der Uniform der Prinzen-Garde zusammen mit den Kameraden auf die Bühne. „Seit 2021 verfolgen wir unseren Dreigestirnstraum. Als dann im Juni letzten Jahres dieser Traum Realität wurde, konnten wir drei es kaum fassen. Seitdem erleben wir eine Reise mit euch, die wir niemals vergessen werden“, sagte Niklas Jüngling.

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Der Protokollführer des Kölner Dreigestirns, Marcus Gottschalk, stellte eine provokante Frage vor der Proklamation in den Raum.
Bereits vor der Proklamation jagte ein Höhepunkt den nächsten. „Spätestens seit dem Einzug in die Hofburg habt ihr uns gezeigt, dass ihr zu 100 Prozent hinter uns steht. Was da los war, ich habe immer noch Gänsehaut. Wir drei hatten nicht nur ein Tränchen im Auge. Vielen Dank, dass ihr so hinter uns steht. Wir freuen uns unfassbar auf das, was noch alles kommen wird“, freute sich der designierte Prinz.

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Der „Dreigestirns-Papa“: Der Präsident der Prinzen-Garde Köln, Dino Massi
Zum Abschluss schwor Marcus Gottschalk Prinz Niklas, Bauer Clemens und Jungfrau Aenne mit bewegenden Worten auf die Session ein: „Haltet euch immer vor Augen – nur drei pro Jahr und nur 30 pro Jahrzehnt von einer Million. Ihr seid das Dreigestirn 2026.“

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Die Luftflotte, die ihr 100. Jubiläum feiert, sowie die KG Schnüsse Tring, die 125 Jahre geworden ist, traten zusammen auf.
Neben zahlreichen Ehrungen und Beförderungen würdigte Präsident Massi zwei Karnevalsgesellschaften, die in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum feiern. Die Rede ist von der KG Sr. Tollität Luftflotte, die ihr 100-Jähriges feiert, und der Alten Kölner Karnevalsgesellschaft Schnüsse Tring, die in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden ist.
Während die beiden Tanzgruppen der Jubiläumsvereine mit stehenden Ovationen regelrecht abgefeiert wurden, gratulierte Massi den Präsidenten der Gesellschaften, Harald Kloiber (Luftflotte) und Dirk Königs (Schnüsse Tring), mit einer Urkunde zum Jubiläum.
