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Schicksal herausgefordert?ZDF-Sportreporter Michael Pfeffer ist tot

Michael Pfeffer (r.) mit Ski-Experte Stephan Eberharter beim alpinen Ski-Weltcup 2004/05 in Kitzbühel.

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Michael Pfeffer (r.) mit Ski-Experte Stephan Eberharter beim alpinen Ski-Weltcup 2004/05 in Kitzbühel. (Archivbild)

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Jahrzehntelang war er bei Olympia und der Tour de France im Einsatz. Nun ist der 67-Jährige tot, Weggefährten trauern.

Michael Pfeffer ist tot. Der langjährige Sportreporter des ZDF kam mit 67 Jahren bei einem Sportunfall ums Leben, und zwar in Rio de Janeiro in Brasilien. Das berichtet unter anderem die „Bild“-Zeitung. Jahrzehntelang war er bei internationalen Sport-Events im Einsatz. Nach den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris hatte er seine Karriere beendet.

Tour de France: Michael Pfeffer war jahrelang dabei

Ganz besonders verbunden war Pfeffer mit der Tour de France. Von 1998 bis 2011 berichtete er vom wichtigen Radrennen, an seiner Seite: ZDF-Kollege Peter Leissl. Doch nicht nur dort war er für den Sender unterwegs. Auch bei Olympischen Spielen und vielen Wintersport-Wettbewerben war Pfeffer im Einsatz.

Nach Olympia 2024 in Paris war dann regulär Schluss. Hintergrund war ein Generationenwechsel in der ZDF-Sportredaktion. Die Leidenschaft für den Sport prägte sein Leben aber weiterhin.

Leissl hat einen Nachruf auf seinen Weggefährten geschrieben. Veröffentlicht wurde er beim Verband Deutscher Sportjournalisten. Darin denkt er an gemeinsame Erlebnisse zurück und an Pfeffers ausgeprägte Begeisterung für den Sport. Radfahren war nur eine seiner Leidenschaften. Er liebte auch Inline-Skaten und Kitesurfen.

Eine Geschichte aus dem Jahr 1999 erzählt Leissl unter anderem. Damals im US-amerikanischen Vail sei Pfeffer bei einer Abfahrt im Tiefschnee ohnmächtig geworden und gestürzt. Aufgegeben habe er trotzdem nie, sondern sich immer wieder zurückgekämpft. Leissl nennt ihn ein „Stehaufmännchen“. Auch weitere Unfälle hätten ihn nicht unterkriegen können.

Peter Leissl erinnert an einen Freund, der das Risiko liebte

Und dann stellt Leissl in seinem Nachruf mit Blick auf den tödlichen Unfall in Brasilien eine Frage: „Hast du, lieber Michael, in deiner Risikobereitschaft, ja deinem Tempowahn, das Schicksal ein wenig zu sehr herausgefordert?“

Michael Pfeffer hinterlässt seine Frau Sylvia, die aus Brasilien kommt, und die beiden gemeinsamen Kinder Clara und Matteo. Tochter Clara ist wie ihr Vater Journalistin geworden. Sohn Matteo hat die Sportleidenschaft seines Papas geerbt. (red)