Erneute Knie-OP Tennis-Star Federer bangt um seine Karriere

Der Schweizer Roger Federer wischt sich im Wimbledon-Viertelfinale gegen Hubert Hurkacz den Schweiß von der Stirn.

Roger Federer, hier im Wimbledon-Viertelfinale im Juli 2021, steht vor einer erneuten Knie-OP, will danach aber um ein Comeback kämpfen.

Tennis-Legende Roger Federer muss sich kurz nach seinem 40. Geburtstag mal wieder seinen körperlichen Leiden beugen. Eine erneute Operation wird eine Rückkehr auf den Platz in diesem Jahr verhindern.  

Zürich. Die außergewöhnlichen Leistungen, mit denen Tennis-Superstar Roger Federer (40) berühmt wurde, sind wohl endgültig Geschichte. Damit müssen sich der Sportler und seine Fans angesichts der neuesten Entwicklungen abfinden.

Denn zum dritten Mal wird der Schweizer am rechten Knie operiert, eine Rückkehr auf die ATP-Tour ist in diesem Jahr kaum denkbar. „Ich werde für viele Wochen Krücken brauchen und bin für viele Monate raus“, sagte der Schweizer eine Woche nach seinem 40. Geburtstag in einem Instagram-Video.

Roger Federer muss erneut operiert werden

Der 20-malige Grand-Slam-Champion hatte zuletzt seine Teilnahme an den ATP-Masters in Toronto und Cincinnati abgesagt, der Start bei den US Open (ab 30. August) stand in den Sternen. Nun steht fest, dass Federer nicht dabei sein wird.

„Ich möchte Euch ein Update darüber geben, was seit Wimbledon passiert ist“, sagte Federer am Sonntag (15. August 2021), „ich habe bei den Ärzten viele Checks hinter mich gebracht, auch am Knie. Sie haben mir leider gesagt, dass ich operiert werden muss. Ich werde es tun.“

Roger Federer: „Ich hoffe, dass ich zurückkehren werde“

Federer, der wegen der Probleme bereits auf die Olympischen Spiele in Tokio verzichtet hatte, will kämpfen. Ein Karriereende ist weiter kein Thema. „Ich hoffe, dass ich auf die Tour zurückzukehren werde. Aber ich bin realistisch“, so Federer, „ich weiß, wie schwierig es in diesem Alter ist, sich erneut einer OP zu unterziehen.“

Der Eingriff sei aber „das Richtige, weil ich gesund sein will, weil ich später herumlaufen können will.“ Federer hatte bei den French Open im Juni nach seinem Achtelfinaleinzug zurückgezogen, um sich für Wimbledon zu schonen. Beim prestigeträchtigen Turnier in London war er dann im Viertelfinale gescheitert.

Erst im März war die langjährige Nummer eins der Welt von einer über einjährigen Zwangspause zurückgekehrt. Die Zweifel, ob es weitergehen kann, werden immer größer. „Wie fühle ich mich, wenn ich wieder anfangen würde zu trainieren? Was kann ich erreichen?“, hatte sich Federer zuletzt gefragt, noch bevor die Entscheidung für die OP feststand. Die Situation wird nicht einfacher - im Gegenteil. (dpa, bl)

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