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Vom Auto zum Geld-SegenTennis-Star Korpatsch über harte Anfänge und den French-Open-Coup

Tamara Korpatsch

Copyright: Frank Molter/dpa

Tamara Korpatsch in Aktion. (Archivbild)

Vom Wohnwagen zum Grand-Slam-Jackpot: Korpatschs Weg

Tennis-Heldin Korpatsch: Ihr harter Weg vom Wohnwagen zum Grand-Slam-Jackpot Tamara Korpatsch erinnert sich mitten im größten Triumph ihrer Laufbahn an die knallharten Startjahre. Damals, als sie mit ihrer Familie bei Wettbewerben in Frankreich im Wagen nächtigte, weil das Geld für ein Hotel fehlte. Die 31-Jährige berichtet: „Nach einer Weile konnten wir uns von meinem Preisgeld einen Wohnwagen leisten“. Und fügt hinzu: „Es war echt schön, so richtig luxuriös für uns damals.“

Heute sind Nächte im Wohnmobil für Korpatsch passé. Die Hamburgerin ist eine Top-100-Athletin und spielt deshalb in der Hauptrunde der Grand-Slam-Events mit, wo die richtig dicke Kohle wartet. Das Erreichen der dritten Runde bei den French Open glich einem Lottogewinn: Schon das garantierte ihr eine Prämie von 187.000 Euro – ein gewaltiger Satz nach vorn im Gegensatz zu damals.

Korpatsch: „Musste ständig kämpfen“

Wenn Stars wie Aryna Sabalenka oder Jannik Sinner sich für einen größeren Anteil an den Profiten der Grand-Slam-Events einsetzen, profitieren davon auch Athletinnen wie Korpatsch. Nach Angaben der Spielergewerkschaft PTPA können weltweit lediglich 400 bis 500 Profis vom Tennis ihren Lebensunterhalt bestreiten. Korpatsch kennt diese Realität nur zu gut.

„Manchmal vergessen wir Spieler, was es bedeutet, hier zu sein“, äußerte sie. Doch sie möchte das nie aus den Augen verlieren. Ihre einzigartige Reise formte sie zu der Athletin, die sie jetzt ist: eine echte Fighterin. „Ich musste ständig kämpfen und stand unter großem Druck, weil ich unbedingt gewinnen musste, da meine Eltern alles für mich gegeben haben.“

Kaum Rückendeckung vom Tennis-Bund

Mit Tennis-Romantik hatte das nichts zu tun. Ihr Aufstieg von winzigen ITF-Wettbewerben bis ins Rampenlicht der Grand-Slams war ein Knochenjob. „Ich und meine Eltern haben einfach alles alleine geschafft. Ich bin wirklich sehr stolz, dass ich so gut wie die einzige Spielerin bin, die es in die Top 100 geschafft hat ohne irgendwelche Hilfe.“

Der Papa agiert als ihr Trainer, die Mama war früher ihre „Besaiterin und jetzt auch Hundesitterin“ für den Maltipoo Stella. Hilfe vom Deutschen Tennis Bund habe sie im Gegensatz dazu „ein bisschen vermisst“. Sie fühlt sich vor allem bei der Zuteilung der Wildcards für Wettbewerbe in Deutschland ungerecht behandelt.

„Bin keine Fake-Person“

Liegt das vielleicht an ihrer direkten, nicht immer ganz diplomatischen Ader? Korpatsch macht deutlich: „Ich bin einfach ich, ich bin natürlich und ich verändere mich auch nicht für die Öffentlichkeit oder für die Medien“. Sie fügt hinzu: „Ich bin auch keine Fake-Person.“

Auch bei ihrem Sieg in der zweiten Runde gegen Wang Xinyu zeigte sie ihre Gefühle offen. Nach einer strittigen Entscheidung über einen Aus-Ball verweigerte sie ihrer chinesischen Gegnerin am Netz den Handschlag. Die Situation machte weltweit Furore und unterstrich ihre unverblümte Persönlichkeit.

Plötzlich im Scheinwerferlicht

Die Zeit in Paris ist für Korpatsch, die von sich selbst sagt, sie sei schüchtern, eine neue Erfahrung im Fokus der Öffentlichkeit. Aber sie möchte es auskosten, weil es für sie überhaupt nicht normal ist. „Hätte ich vor zehn Jahren darüber nachgedacht, dass ich heute hier bin, hätte ich es nie geglaubt, denn es war nur ein Traum.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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