„Voller Tabus“ Paralympics-Paar sorgt mit Sex-Buch für Gesprächsstoff

Paralympics-Athlet Enrique Plantey und Freundin Triana Serfaty auf einem Selfie

Paralympics-Athlet Enrique Plantey und Freundin Triana Serfaty auf einem Selfie am 30. Mai 2020. Beide haben ein Sex-Buch geschrieben, das bei den Paralympics für Aufsehen sorgt.

Wintersportler Enrique Plantey sorgt bei den Paralympics auch abseits der Ski-Piste für Aufsehen. Der Argentinier betreibt mit Freundin Triana Serfaty einen Sex-Blog, das passende Buch zum Thema ist bereits geschrieben.

In der Super-Kombination blieb Skifahrer Enrique Plantey (39) eine Medaille bei den Paralympics verwehrt, dennoch sorgt der Argentinier für reichlich Prickeln im paralympischen Dorf.

Dass der querschnittsgelähmte Wintersportler mit seiner Partnerin ein Sex-Buch geschrieben hat, sprach sich unter den Athletinnen und Athleten in Windeseile herum. Und Plantey, der es im Medaillen-Rennen am Sonntag nicht ins Ziel schaffte, wurde zu einer echten Attraktion.

Paralympics: Sex-Buch sorgt für Neugier

Wie komme ich zum Höhepunkt? Welche Stellung ist am intensivsten? Oder: Wie spreche ich eine Frau an? Enrique Plantey kann sich vor Fragen kaum retten. Und weil das gemeinsam mit Freundin Triana Serfaty geschriebene Buch erst im Laufe des Jahres erscheinen soll, muss er die drängenden Fragen in Peking noch persönlich beantworten.

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„Wir wollen über die Empfindungen unseres Körpers sprechen, wir wollen die Lust und den echten Orgasmus spüren“, sagte Plantey, der mit seiner nicht-behinderten Freundin bei Instagram seit anderthalb Jahren den Sex-Blog „Sexistimos“ (Deutsch: „Wir sexistieren“) betreibt.

Fast 8000 Menschen lesen die Einträge des Sex-Blogs regelmäßig, das gleichnamige Buch soll das breite Themenspektrum zusammenfassen. Neben wahren Geschichten aus dem Leben behinderter Paare werden auch medizinische Ratschläge und erotische Kurzgeschichten zu lesen sein.

Paralympics: Sex-Blog bei Athletinnen und Athleten bekannt

„Es ist voller Tabus, den sexuellen und denen mit Behinderung“, kündigte Plantey an: „Wir haben die Aufmerksamkeit der Menschen geweckt, sie wollen mehr erfahren.“ Das erlebten beide schon nach den ersten Momenten ihres Kennenlernens vor zehn Jahren.

Nach dem ersten Treffen wollten Serfatys Freundinnen nur eines wissen. „Gibt es sexuelle Gemeinsamkeiten?“, verriet der argentinische Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier und klärte auf: „Wir schauen uns andere Bereiche am Körper an, wir können andere Dinge machen und auch andere Fähigkeiten entwickeln.“

Serfaty versicherte derweil, dass im paralympischen Dorf „jeder ‚Sexistimos‘ kennt“. Weil sie ihren Freund bereits zum dritten Mal zu den Winterspielen begleitet, ist das Paar bei vielen Sportlerinnen und Sportlern bestens bekannt und vernetzt. Mit einigen der Athletinnen und Athleten habe das Paar zuletzt „bereits bei Instagram kommuniziert“, sagte die Krankenschwester, „nun treffen wir sie Angesicht zu Angesicht.“ (bc/sid)

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