Paralympics 2022 vorbei Medaillenspiegel im Überblick – deutsches Ergebnis überrascht

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster posiert mit ihren vier Paralympics-Medaillen.

Anna-Lena Forster (hier am 12. März 2022) holte gleich vier Medaillen für das deutsche Team bei den Paralympics.

Die Wettkämpfe der Paralympischen Winterspiele von Peking sind offiziell beendet. Das deutsche Team kann sich am Ende der Sportevents über Platz sieben im Medaillenspiegel freuen.

Das deutsche Team hat bei den Winter-Paralympics in Peking Platz sieben im Medaillenspiegel erreicht. Mit vier Goldmedaillen, achtmal Silber und siebenmal Bronze konnte die Mannschaft, die sich im Umbruch befindet, durchaus überraschen.

Mit insgesamt 19 Medaillen egalisierten die Athletinnen und Athleten aus Deutschland die Anzahl der Podestplätze von Pyeongchang vor vier Jahren.

Drei deutsche Athletinnen freuten sich über Gold

Erfolgreichste deutsche Sportlerin war Anna-Lena Forster (26). Die Monoskifahrerin kam auf zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. Langlauf-Juwel Linn Kazmeier (15) und Biathletin Leonie Walter (18) holten ebenfalls Gold.

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Der Medaillenspiegel im Überblick:

  • 1. China: 18x Gold / 20x Silber / 23x Bronze (Gesamt: 61)
  • 2. Ukraine: 11/10/8 (Gesamt: 29)
  • 3. Kanada: 8/6/11 (Gesamt: 25)
  • 4. Frankreich: 7/3/2 (Gesamt: 12)
  • 5. USA: 6/11/3 (Gesamt: 20)
  • 6. Österreich: 5/5/3 (Gesamt: 13)
  • 7. Deutschland:  4/8/7 (Gesamt: 19)
  • 8. Norwegen: 4/2/1 (Gesamt: 7)
  • 9. Japan: 4/1/2 (Gesamt: 7)
  • 10. Slowakei: 3/0/3 (Gesamt: 6)
  • 11. Italien: 2/3/2 (Gesamt: 7)
  • 12. Schweden: 2/2/3 (Gesamt: 7)
  • 13. Finnland: 2/2/0 (Gesamt: 4)
  • 14. Großbritannien: 1/1/4 (Gesamt: 6)
  • 15. Neuseeland: 1/1/2 (Gesamt: 4)
  • 16. Niederlande: 0/3/1 (Gesamt: 4)
  • 17. Australien: 0/0/1 (Gesamt: 1)
  • 17. Kasachstan: 0/0/1 (Gesamt: 1)
  • 17. Schweiz: 0/0/1 (Gesamt: 1)

Mit deutlichem Abstand gewann China (18/20/23) im Medaillenspiegel, gefolgt von der Ukraine (11/10/8) und Kanada (8/6/11). Insgesamt wurden bei den Paralympischen Spielen in Peking 78 Wettkämpfen ausgetragen.

DBS sehr zufrieden mit dem Abschneiden des deutschen Teams

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat nach den Paralympischen Winterspielen in Peking ein überaus positives Fazit gezogen. „Es gab Glücksmomente für die ganze Mannschaft. Das ganze Team Deutschland Paralympics hat hier abgeliefert in einer wunderbaren Art und Weise. Ich bin überwältigt“, sagte Verbandspräsident Friedhelm Julius Beucher (75): „Das Team hat eine Gesamtleistung abgegeben, die man sich besser nicht wünschen kann.“

Mit viermal Gold, achtmal Silber und siebenmal Bronze landete Deutschland im Medaillenspiegel auf Rang sieben. Die 19 Medaillen entsprechen der Anzahl von Pyeongchang, nur vier Länder sammelten mehr Edelmetall. „Das sind alles Dinge, die wir im Ansatz nicht erwartet haben“, sagte Beucher: „Wir sind mit überschaubaren Erwartungen nach China gereist. Ich hätte mit allem gerechnet, aber damit nicht.“

Er habe vor den Spielen nicht einmal im „Traum“ an eine solche Ausbeute geglaubt, ergänzte Karl Quade: „Bei allem Riesenoptimismus schienen zehn Medaillen plus und Top 10 im Medaillenspiegel vorher so das Machbare“. Die Erfolge seien „in dieser Breite nicht zu erwarten“ gewesen, führte der Chef de Mission aus. Nur auf das Fehlen der russischen Mannschaft allein seien diese nicht zurückzuführen.

„Das sportliche Ergebnis wäre zwar etwas reduzierter gewesen, aber wir wären nicht unter ferner liefen gelandet“, betonte Quade: „Auch mit der starken Nation Russland hätten wir gute Ergebnisse erzielt. Dass wir uns gegen die Topleute der anderen Nationen in dieser Form durchsetzen konnten, das verdient alle Achtung.“ (dpa/sid)

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