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„Selber mal bewerben“ Olympia: Geiger nimmt Peking-Spiele in Schutz und kritisiert Deutschland

12.02.2022, China, Zhangjiakou: Olympia, Skispringen, Großschanze, Herren, 1. Durchgang im Zhangjiakou National Ski Jumping Centre, Karl Geiger aus Deutschland feiert nach dem Sprung.

Karl Geiger kritisierte Deutschland für die Kritik an den Olympischen Winterspielen in Peking. Hier feiert er am 12. Februar 2022 nach einem Sprung.

Karl Geiger gewann bei den Olympischen Winterspielen in Peking zweimal Bronze. Im Anschluss nahm er die Austragung der Spiele in Schutz und hatte wenig Verständnis für die Kritik aus Deutschland.

Die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 nach Peking haben bereits einige Zeit im Vorfeld für viel Kritik und Diskussionen gesorgt. Seit elf Tagen läuft das Turnier in China schon, der deutsche Skispringer Karl Geiger () holte am Dienstag (15. Februar 2022) zur Kritik aus – aber nicht gegen China oder das IOC, sondern gegen Deutschland!

Der zweifache Medaillen-Gewinner auf der Großschanze hat auf einer Pressekonferenz die Organisation der Spiele im Land der Mitte gelobt und gleichzeitig sogar sein Heimatland in die Pflicht genommen.

Karl Geiger: „Bevor man etwas Kritisches sagt, muss man sich als Deutschland selber bewerben“

„Die ganzen Spiele wurden vorher scharf kritisiert und hinterfragt, aber so, wie sie durchgeführt wurden, war das voll korrekt. Das nächste Mal, bevor man etwas Kritisches sagt, muss man als Deutschland vielleicht selber mal eine Bewerbung rausschicken“, sagte Geiger.

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Im Vorfeld hatte es nicht nur politische Kritik an Olympia-Ausrichter China sowie dem IOC gegeben, sondern auch von Umweltschützern und Athleten.

Nach enttäuschenden Tagen erlebten die Skispringer mit dem Team-Bronze noch ein versöhnliches Ende. „Wir sind sehr froh, dass wir die Medaille holen konnten. Die war wichtig, hat allen gutgetan. Jetzt fliegen wir mit zufriedenem Gemüt nach Hause“, sagte Geiger. In den Einzelspringen hatte der Oberstdorfer ebenfalls Bronze an der Großschanze gewonnen.

Karl Geiger wehrt sich gegen Schummel-Vorwürfe

Zudem hat sich Geiger auf der Pressekonferenz auch noch gegen Schummel-Vorwürfe seines angeblich zu großen Sprunganzugs gewehrt.

„Ich war in jedem Wettkampf in der Kontrolle, heute sogar zweimal. Der Anzug war an keiner einzigen Stelle zu groß, an einer Stelle sogar zu klein. Mein Anzug ist nicht zu groß. Punkt“, sagte der Oberstdorfer.

Vor allem in polnischen Medien kursierte nach dem Einzel von der Großschanze, in dem Geiger knapp vor Kamil Stoch Bronze gewonnen hatte, ein Foto, auf dem Geigers Anzug im Schritt Falten wirft. „Das war in einer Position, in der sich die ganze Länge des Anzugs auf einer blöden Stelle zusammenschiebt. In dieser Position sieht ein Skisprunganzug einfach so aus. Das heißt aber nicht, dass er zu groß ist“, sagte Geiger.

Marius Lindvik: „Menschen haben Augen, damit sie sich ihre eigene Meinung bilden können“

Nach dem Teamwettkampf griffen auch norwegische Medien das Thema auf, nachdem Schlussspringer Geiger der deutschen Mannschaft Bronze gesichert hatte – knapp vor Norwegen. Norwegens Springer hielten sich derweil mit Kritik zurück. „Menschen haben Augen, damit sie sich ihre eigene Meinung bilden können“, sagte Olympiasieger Marius Lindvik.

Schon beim Mixed-Wettbewerb hatte die Diskussion um die Anzüge hohe Wellen geschlagen, als gleich fünf Springerinnen disqualifiziert worden waren, darunter die Deutsche Katharina Althaus, aber auch zwei Norwegerinnen. „Es wird langsam echt ein bisschen viel. Irgendwie meinen alle Leute, mitreden zu wollen. Es lenkt auch zu sehr vom Sport ab. Ich fand das auch nicht in Ordnung, was da teilweise geschrieben wurde“, sagte Geiger. (sid/dpa/tsc)

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