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Unfassbare Tragödie Junge Hammerwerferin nach Trainingsunfall verstorben

„Leben auf den Kopf gestellt“ Kölner Olympia-Siegerin über Baby-Glück und Corona-Not

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Die Kölner Fecht-Olympia-Siegerin Britta Heidemann und ihr Partner, Kunstflugpilot Matthias Dolderer, sind stolze Eltern eines Sohnes geworden.

Köln – Olympia-Siegerin, Weltmeisterin, Europameisterin – Britta Heidemann (38) hat im Fecht-Sport alles gewonnen, was zu gewinnen gibt. Den Degen hat sie nun seit zwei Jahren beiseitegelegt, nun beginnt ein neues, spannendes Kapitel in ihrem Leben. Denn: Im Oktober vergangenen Jahres brachte Heidemann ihren ersten Sohn zu Welt. Seitdem hält ihr „kleines Männchen“, wie die Kölnerin ihren Schatz nennt, sie und den Papa – Kunstflugpilot Matthias Dolderer (50) – ordentlich auf Trab. Im Sport-Podcast „Einwurf“ hat Heidemann jetzt über ihr neues Baby-Glück gesprochen.

  • Fecht-Olympia-Siegerin Britta Heidemann spricht über Baby-Glück
  • Die Kölnerin liebt es, Mutter zu sein
  • Für Olympia 2021 sieht Heidemann noch Chancen 

„Der Kleine hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt“, platzt es aus Heidemann gleich zu Beginn des Gesprächs heraus. Die ehemalige Weltklasse-Fechterin ist überglücklich über die Ankunft des neuen Familienmitglieds, das „größte Geschenk ihres Lebens“, wie sie sagt. Heidemanns Schwangerschaft war im Mai vergangenen Jahres bekannt geworden.

Kölner Olympia-Siegerin Britta Heidemann spricht über Baby-Glück

Heidemann berichtet: „Jeder Morgen, der Moment, wenn ich aufwache und er mich dann anlächelt, ist Gold wert. Ich bin unfassbar gerne Mutter. Es ist wirklich ein Wunder, wenn dann so ein kleines Wesen da ist.“

Vom bei vielen Menschen aktuell herrschenden Corona-Frust ist die Kölnerin derweil nicht geplagt: „Die Krise lässt dich ja eh nur zu Hause rumsitzen. Aber jetzt habe ich eine Vollzeitbeschäftigung, die mich Corona dann auch manchmal vergessen lässt“, sagt sie.

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Frischgebackene Eltern: Britta Heidemann und Partner Matthias Dolderer, hier beim Deutschen Sportpresseball im November 2019.

Ob sich Sohnemann denn auch mal am Degen versuchen darf? Für Ex-Weltklasse-Fechterin Heidemann keine Frage: „Die Kinder stehen da ja alle drauf. Pirat oder Ritter zu spielen, ein bisschen miteinander rumzufechten. Und Jungs sicherlich erst recht. Er kriegt sicher früh genug seine Kinderausstattung.“

Britta Heidemann hofft, dass Olympia 2021 stattfinden kann

Für die vielen aktiven Athleten hofft die Kölnerin unterdessen, dass die Olympischen Spiele in Tokio im August stattfinden können: „Wir sind alle viel zu wenig Experten, um vorauszusehen, was sein wird. Aber wenn eine Organisation es schafft, dann das IOC.“ Allerdings hänge alles davon ob, „ob weltweit eine Reisefreiheit besteht. Wenn das nicht geschieht, wird es keine Olympischen Spiele geben“. Heidemann ist sich sicher: „Ich denke, dass alle Athleten hoffen, dass es stattfindet. Wenn es aber abgesagt werden muss, werden das alle hinnehmen.“

Die Kölnerin, die auch Mitglied der Athleten-Kommission des IOC ist, drückt aber die Daumen, dass die Spiele mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen in Tokio über die Bühne gehen können. „Es wäre so tragisch für die Sportler, die womöglich in der Form ihres Lebens sind. Da blutet mir das Sportlerherz“, sagt sie.

Fecht-Olympia-Siegerin Britta Heidemann sorgt sich um Breitensport

Aber auch um die vielen Breitensportler sorgt sich Heidemann. „Gerade im Breitensport müsste man ganz massiv und schnell nachdenken, wie man ihn wieder zugänglich machen kann, mit den entsprechenden Auflagen.“ Bei vielen Amateursportlern, die durch Corona aktuell ihrem Sport im Verein nicht nachgehen können, befürchtet die Kölnerin „gesundheitliche Schäden und auch mentale Folgen. Kinder, die depressiv werden. Ich denke, dass können aktuelle Studien auch noch nicht richtig erfassen.“

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Britta Heidemann, hier im Juli 2012 bei den Olympischen Spielen in London, holte das „Golden Triple“: WM-Titel 2007, Olympia-Gold 2008 und EM-Sieg 2009.

Zudem berichtet Heidemann von einem persönlichen Schicksal: „Meine Mutter hat zuletzt einen Schlaganfall davongetragen, auch weil sie nicht mehr schwimmen gehen kann. Sonst kann sie aufgrund ihres Alters keinen anderen Sport mehr machen.“

Damit spricht Heidemann, die mit dem Degen erst in St. Petersburg Weltmeisterin (2007), dann in Peking Olympia-Siegerin (2008) und anschließend in Plowdiw Europameisterin (2009) geworden war, vielen Hobby-Sportlern zweifelslos aus der Seele. Ob sich die Situation für sie – und für die Berufsathleten – schnell wieder bessert, bleibt angesichts des unberechenbaren Virus allerdings noch abzuwarten.