Empfang im Weißen Haus Brady und Biden entdecken kuriose Gemeinsamkeit

US-Präsident Joe Biden hört Quarterback Tom Brady zu

Joe Biden empfing die Tampa Bay Buccaneers um Tom Brady am 20. Juli 2021 im Weißen Haus.

Tom Brady ist der erfolgreichste Quarterback aller Zeiten – und teilt eine Gemeinsamkeit mit dem mächtigsten Mann der Welt. Mit US-Präsident Joe Biden ließ er beim Empfang im Weißen Haus kein gutes Haar an Donald Trump.

Washington. Der erfolgreichste Quarterback aller Zeiten hat es im Februar wieder getan. Tom Brady (43) holte seinen siebten Super-Bowl-Titel, seinen ersten mit den Tampa Bay Buccaneers. Hierfür lud US-Präsident Joe Biden (78) das Team ins Weiße Haus ein. Dabei schossen Brady und Biden am Dienstag (20. Juli) einige Male in Richtung des Ex-Präsidenten Donald Trump.

Biden und Brady entdecken eine Gemeinsamkeit

An der Seite des amtierenden Präsidenten und zahlreichen Teamkollegen blickte Brady zurück auf die Saison der Football-Liga NFL, die mit dem Triumph im vergangenen Februar endete. „Nicht viele hätten gedacht, dass wir gewinnen können“, sagte der Quarterback. „Tatsächlich denke ich, dass ungefähr 40 Prozent der Leute immer noch nicht glauben, dass wir gewonnen haben.“ Mehrere Spieler brachen in Gelächter aus, als Biden antwortete: „Ich kann das nachempfinden.“

Die beiden spielten auf die noch immer große Gruppe republikanischer Wähler an, die weiterhin Trumps Behauptungen folgen und an einen großangelegten Wahlbetrug im vergangenen Jahr glauben. Brady trieb am Dienstag zudem Späße mit dem Beinamen „Sleepy Joe“, den Trump Biden im Wahlkampf verpasst hatte. Nach einem vielbeachteten gedanklichen Aussetzer in einem der Saisonspiele habe man ihn plötzlich „Sleepy Tom“ genannt, beschwerte sich Brady: „Warum tut man mir das an?“

Die Zusammenkunft am Dienstag war der erste Besuch eines Super-Bowl-Siegers im Weißen Haus seit 2017. Seit der Amtsübernahme Trumps im Jahr 2016 waren derartige Empfänge durch den umstrittenen Präsidenten für die großen Teams des US-Sports zu einer heiklen Angelegenheit geworden.

Brady selbst galt noch während Trumps Wahlkampf 2015 als einer seiner prominenten Fürsprecher, verzichtete in der Folge aber immer mehr auf öffentliche Unterstützung. (eha/sid)

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