Heim-Gold bei Leichtathletik-EM Doch Klosterhalfen sollte bei Sensations-Lauf gar nicht starten

Konstanze Klosterhalfen auf ihrem Lauf zu Gold bei der Leichtathletik-EM in München.

Konstanze Klosterhalfen am Donnerstag (18. August 2022) auf ihrem Lauf zu Gold über 5000 Meter bei der Leichtathletik-EM in München.

Medaillen-Coup über 5000 Meter: Konstanze Klosterhalfen hat bei der Leichtathletik-EM in München das Heimspiel in München für den Lauf zu Gold genutzt.

Sensations-Auftritt bei der Heim-EM für Konstanze Klosterhalfen (25): Die Langstrecken-Spezialistin, über 10.000 Meter noch leer ausgegangen, holte sich im Finale über 5000 Meter mit einem überragenden Rennen überraschend die Goldmedaille in München.

Im Lauf am Donnerstagabend (18. August 2022) rannte Klosterhalfen lange hinter der zwischenzeitlich enteilten türkischen Gold-Favoritin Yasemin Can (25) her, dann folgte die Aufholjagd.

Konstanze Klosterhalfen sollte im Gold-Rennen gar nicht starten

Klosterhalfen, scheinbar schon geschlagen, biss sich fest, kassierte die Siegerin über 10.000 Meter unter dem tosenden Jubel des Publikums in München wieder ein und baute ihren Vorsprung bis zum Ziel immer weiter aus.

Alles zum Thema Corona

Für Klosterhalfen, bei der WM in Doha 2019 Bronze-Gewinnerin, war es der größte Erfolg ihrer Laufbahn. „Wir haben ernsthaft überlegt, ob ich überhaupt noch laufen soll, das war das Letzte, womit ich gerechnet habe. Ich wollte heute für mich laufen, für die Zuschauer. Ich habe keine Worte“, berichtete sie im ARD-Gespräch.

Nach den 10.000 Metern habe ihr Trainer ihr eigentlich dazu geraten, nicht mehr zu starten und sich nach kräftezehrenden Vormonaten zu erholen. Doch nach einem kurzen Formcheck rief die Gold-Heldin ihren Coach an und meldete sich startbereit. Coach Pete Julian wolle sie jetzt aber trotz dessen beinaher fataler Fehlentscheidung noch glücklich „um den Hals fallen“.

Leichtathletik-EM: Konstanze Klosterhalfen überrascht alle

Nach einer enttäuschenden WM und der Schwächung wegen einer Corona-Erkrankung war sie eigentlich nicht in Bestform ins Rennen um die Medaillen gegangen – und überraschte am Ende alle.

Ihre Pläne für die Zukunft: „Da gibt es noch einiges zu tun. Nach dieser Saison, den letzten zwei Jahren. Ich habe noch nie einen Titel gewonnen und mich nicht einmal getraut, an eine Medaille zu denken, das ist Wahnsinn.“ (bc)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.