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Düsseldorfer Rost kassierte Prügel Sturms Ring-Comeback mit einem Schönheitsfehler

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Felix Sturm beim Kampf gegen den Düsseldorfer Timo Rost.

Hamburg – Aus dem Knast in den Ring zum fulminanten Comeback-Sieg! „The Fighter“ Felix Sturm (41) feierte am Samstagabend eine äußerst erfolgreiche Rückkehr auf die Box-Bühne, nachdem er in den vergangenen fast fünf Jahren keinen offiziellen Kampf mehr bestritten hatte. Im 50. Profikampf gelang ihm nun der 41. Sieg.

Der Leverkusener riss die Arme hoch, klatschte sich mit seinen Betreuern ab. Er hat bewiesen, dass er es doch noch drauf hat. Einziger Schönheitsfehler: Sturm gelang kein K.o.-Sieg. Obwohl er in allen zehn Runden überlegen war, schaffte er es nicht, seinen Düsseldorfer Gegner Timo Rost (29) auf die Bretter zu schicken. Am Ende war es „nur“ ein einstimmiger Punktsieg (110:90, 99:91, 100:93).

Felix Sturm: „Meine Hände tun ein bisschen weh“

„Es war eine lange Zeit“, sagte Sturm emotional. „Es war wie nach Hause zu kommen. Ich hatte eine lange harte Zeit. Dank an meine Frau, ohne sie wäre ich nicht hier. Vielen Dank für die Chance, dass ich mich wieder beweisen konnte. Ich habe das perfekte Team. Die Hände tun ein bisschen weh, es ist ein wenig ungewohnt“.

Wie es nun weitergehen soll, ließ Sturm noch offen. Spekuliert wird bereits über Fights gegen Arthur Abraham und Oscar de la Hoya. „Ich habe noch viel Luft nach oben und nehme jeden Kampf an. Ich habe noch viel Biss“, sagte der fast 42-Jährige.

Felix Sturm: Kampf im Hamburger Universum-Gym

Die Rückkehr in den Ring nach 1764 Tagen konnte coronabedingt nicht im großen Ambiente stattfinden. Stattdessen ging es im Hamburger Universum-Gym zur Sache. Rost bekam nie richtigen Zugriff, kassierte viele Schläge und hatte schnell mit einer blutenden Nase zu kämpfen. Mit sieben Sparrings-Partnern unterschiedlichen Stils hatte sich Sturm vorbereitet, einem brach er die Nase.

Timo Rost

Der überzeugte Fortuna Düsseldorf-Fan Timo Rost hatte gegen Felix Sturm nicht viel zu bestellen.

Die lange Auszeit war Sturm nicht anzumerken. Hoch konzentriert und präzise führte er den Kampf im Supermittelgewicht und landete von Beginn an wertvolle Treffer. Der Fortuna Düsseldorf-Fan Rost hatte ein „richtiges Feuerwerk“ versprochen. Das lieferte aber meistens nur Sturm ab. Sein Gegner war im 13. Profi-Kampf seiner Laufbahn dann doch meistens überfordert. Immerhin zeigte er Nehmerqualitäten und sagte über Sturm: „Felix ist noch immer sehr spritzig.“

Insgesamt acht Monate seiner fünfjährigen Ringauszeit verbrachte Sturm wegen Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft. Zuvor hatte ein Dopingskandal den Leverkusener zum Beenden seiner Laufbahn als Profi-Boxer gezwungen. Im April dieses Jahres war er zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen ist er in Revision gegangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Mit dem Sieg in Hamburg ist zumindest ein erster Schritt zurück in die alte Sport-Realität geschafft. (msw)

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