Eine Entscheidung, die im US-Sport für Beben sorgt. Ein Coach verliert seinen Job nicht nach der Partie, sondern direkt auf dem Feld. Was für irre Bilder aus dem College-Football!
Eiskalt abserviertFootball-Coach wird während der Partie gefeuert
Sowas sieht man selbst im brutalen Geschäft des US-Sports fast nie! Bei der College-Partie zwischen Colorado State und den Oregon Ducks kam es zu einem echten Eklat.
Das Match endete mit einer heftigen 26:56-Pleite für Colorado State, doch das war nicht die größte Nachricht: Ein Coach verlor seinen Job.
Wochenlanger Frust führte zum Eklat
Im Zentrum des Bebens: Defensive Coordinator Tyson Summers (46). Zu Spielbeginn coachte er noch sein Team. Doch kaum hatten die Ducks den zweiten Touchdown im ersten Viertel erzielt, war er wie vom Erdboden verschluckt. Cheftrainer Jim Mora (64) hatte ihn kurzerhand abserviert. Das berichtet „bild.de“.
Diese Entscheidung war aber keine Kurzschlussreaktion. Der Ärger über die katastrophale Abwehrleistung hatte sich bei Cheftrainer Mora schon seit Wochen aufgestaut.
In den zwei Spielen davor gegen die University of Texas at San Antonio und die Brigham Young University musste das Team unglaubliche 100 Punkte hinnehmen. Ein Clip im Netz dokumentierte sogar, wie Mora seinen Koordinator nach einer Niederlage am Spielfeldrand heftig zur Brust nahm.
Nach Abpfiff gab es von Mora eine offizielle Erklärung zum Vorfall. „Tyson wurde von seinen Play-Calling-Pflichten entbunden“, teilte der Trainer mit. „Er hat alleine die Entscheidung getroffen, den Platz zu verlassen, und er ist nicht länger Teil unseres Football-Programms.“ Die Aufgaben von Summers übernimmt ab sofort sein bisheriger Assistent Kenny McClendon (34).
Ein Blick auf die Statistik offenbart das ganze Problem des Teams, das nach zwei Auftaktsiegen nun drei Pleiten in Serie hinnehmen musste: Der Angriff von Colorado State gilt als der beste der Pac-12-Conference, während die Abwehrreihe das absolute Negativbeispiel darstellt.
Für Summers endet damit seine Rückkehr an die traditionsreiche Uni nach nur einem Jahr; davor war er zwei Spielzeiten lang für Western Kentucky tätig. (red)

