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Lebte lange in vegetativem ZustandBoxer Colon stirbt elf Jahre nach verhängnisvollem Kampf

Prichard Colon boxt gegen Lenwood Dozier.

Copyright: IMAGO/Hoganphotos

Prichard Colon galt als große Box-Hoffnung, bis ein Kampf alles änderte.

Trauer um Prichard Colon: Der frühere Boxer lebte in den vergangenen Jahren in einem vegetativen Zustand. Nun ist er gestorben.

Der frühere Profiboxer Prichard Colon ist elf Jahre nach einem verhängnisvollen Kampf im Alter von 33 Jahren gestorben. Das bestätigte sein Vater Richard Colon in einem Beitrag in den sozialen Medien.

Der Puerto-Ricaner hatte 2015 nach seinem Kampf gegen Terrell Williams eine Hirnblutung erlitten. Während des Duells hatte Colon über wiederholte Schläge gegen den Hinterkopf geklagt.

Trauer um Prichard Colon: „Jetzt ist er in einer besseren Welt“

Nach einer Operation zur Verringerung der Schwellung im Gehirn war Colon zunächst für 221 Tage ins Koma versetzt worden. Danach lebte er bis zu seinem Tod in einem vegetativen Zustand, konnte weder gehen noch sprechen und benötigte eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung.

„Mit Bedauern muss ich euch über den Abschied meines Sohnes Prichard aus dieser irdischen Welt informieren“, schrieb sein Vater auf Facebook. „Jetzt ist er in einer besseren Welt. Ich habe alles Mögliche getan, um ihm seinen Wunsch, seinen Traum zu erfüllen, ihn für einen Urlaub nach Puerto Rico zu bringen, wie er es sich so sehr gewünscht hat, aber es konnte nicht verwirklicht werden. Danke für so viele Jahre voller Liebe und Gebete. So gut ihr könnt, bitte behaltet uns in euren Gebeten.“

Colon galt als großes Talent. Vor dem Kampf gegen Williams war er in 16 Profikämpfen ungeschlagen geblieben und hatte 13 Siege durch K.o. erzielt.

Der in Florida geborene Boxer war im Alter von zehn Jahren nach Puerto Rico gezogen, gewann als Jugendlicher nationale Titel in zwei Gewichtsklassen und holte 2010 Gold bei den Panamerikanischen Jugendmeisterschaften. Der Box-Weltverband WBA würdigte ihn als „einen wahren Kämpfer in jeder Hinsicht“. (sid)

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