Motorsport-SkandalWM-Favorit ohrfeigt Streckenposten nach Crash

Marco Bezzecchi fasst sich nach einem Crash an den Kopf.

Copyright: IMAGO/PsnewZ

Marco Bezzecchi fasst sich nach einem Crash an den Kopf. Während des Sprints beim Grand Prix in Brno (Tschechien) brannten beim italienischen Titelanwärter am Samstagnachmittag (20. Juni 2026) alle Sicherungen durch.

Wahnsinn in Tschechien: Ein Top-Fahrer der MotoGP verliert die Nerven, wird handgreiflich gegen einen Ordner und kassiert eine heftige Sanktion.

Ein Eklat ohnegleichen sorgt für ein Beben im Rennsport!

Während des Sprints beim Grand Prix in Brno (Tschechien) brannten beim italienischen Titelanwärter Marco Bezzecchi (27) am Samstagnachmittag (20. Juni 2026) alle Sicherungen durch. Seine Aprilia rutschte nach einem Crash ins Kiesbett. Statt aber Unterstützung abzuwarten, konfrontierte der Fahrer die Marshalls.

Rennleitung zeigt null Toleranz

Voller Wut rannte Bezzecchi zu den Ordnern, die seine Maschine sichern wollten. Zunächst stieß er einen der Sportwarte weg. Als der Helfer jedoch seine Aufgabe wieder aufnehmen wollte, geschah es: Der Italiener gab dem Mann zwei Backpfeifen und zog dann zornig von dannen. Das berichtet „bild.de“.

Die Stewards zögerten keine Sekunde. Bereits am gleichen Abend um ca. 20.00 Uhr bekam Bezzecchi eine formelle Mitteilung, die den Zwischenfall von 16.07 Uhr dokumentierte. Sein Benehmen wurde darin als eine „Handlung, die den Interessen des Sports schadet“ bewertet. Die Folge war drastisch: Ein Startverbot für das sonntägliche Hauptrennen.

Selbst ein Protest seines Aprilia-Rennstalls in den späten Abendstunden änderte nichts mehr an dem Beschluss. Der Weltverband FIM hielt an der Sanktion fest.

Die Begründung der Offiziellen: Zwar seien Enttäuschung und Gefühle nach einem Missgeschick nachvollziehbar, aber sie könnten „körperliche Aggressionen gegenüber Streckenpersonal, das seine offiziellen Aufgaben erfüllt, weder entschuldigen noch rechtfertigen“ können. Für Bezzecchi ist das ein herber Rückschlag im Kampf um wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft.

Reue und Tränen bei Marco Bezzecchi am Tag danach

Am folgenden Vormittag zeigte sich Bezzecchi sichtlich zerknirscht. Mit einem Roller fuhr er zu genau der Kurve seines Unfalls, um sich von Angesicht zu Angesicht bei dem Sportwart zu entschuldigen. Er rang mit den Emotionen, gab dem Helfer als Geste ein Paar Handschuhe und nahm ihn in den Arm.

Wenig später gab der MotoGP-Fahrer ein offizielles Statement ab. „Ich möchte mich bei der gesamten MotoGP-Gemeinschaft für mein Verhalten gegenüber dem Streckenposten entschuldigen“, hieß es darin.

Er unterstrich, dass sein Handeln unentschuldbar sei und es ihm außerordentlich leid tue, weil er die harte Arbeit der Marshals für die Sicherheit aller Piloten hoch schätze. Seine Entschuldigung richtete er an alle Involvierten, an sein Team Aprilia Racing sowie an seine Anhänger. (red)

Die Formel-1-Autos fahren über die Strecke in Monaco.
Chaos-Rennen in Monaco
Kimi Antonelli klar auf Titel-Kurs – zahlreiche Ausfälle