Verstappen ätztDas wilde Funk-Protokoll von Zandvoort: „Heult gleich wieder“

George Russell im Rennwagen vor Zuschauern und Riesenrad

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George Russell bekam über Funk Häme von Max Verstappen ab.

In Zandvoort sichert sich Lando Norris den besten Startplatz, aber die Show stehlen die Piloten am Teamradio. Es fliegen F-Wörter und fiese Sprüche!

Was für ein Thriller an der Nordseeküste! Lando Norris (26) eroberte für McLaren die Pole-Position beim finalen Grand Prix in Zandvoort. Der Brite wird am Sonntag (15 Uhr, live auf RTL und Sky) vor den beiden Mercedes-Fahrern George Russell (28) und Kimi Antonelli (19) ins Rennen gehen. Die Qualifikation am Samstag bot Spannung pur und war an Aufregung kaum zu übertreffen.

Bereits in Q1 wurde es turbulent: Lewis Hamilton (41) verlor die Kontrolle über seinen Ferrari, schlitterte rauchend durchs Kies und benötigte umgehend frische Pneus. Auch bei Red Bull herrschte miese Laune. Ersatzpilot Liam Lawson (24), der für den ausfallenden Isack Hadjar (21) im Cockpit saß, beschwerte sich frustriert über den Teamfunk: „Ich habe keinen Grip. Absolut gar keinen Grip.“ Das berichtet „bild.de“.

Verstappen mit Giftpfeil gegen Russell

Bei Audi gab es ebenfalls Probleme. Für einen echten Schreckmoment war Gabriel Bortoleto (21) verantwortlich, der seinen Boliden fast in die Streckenbegrenzung manövrierte. Völlig außer sich hämmerte er auf seinen Helm und brüllte ins Mikrofon: „Was zur Hölle mache ich da?“ Die Crew bemühte sich um Schadensbegrenzung: „Keine Sorge, Du hast es in Q2 geschafft. Das war das Ziel.“ Sein Stallgefährte Nico Hülkenberg (39) ging wegen eines Defekts am Vorgängeraggregat mit einer frischen Antriebseinheit an den Start und belegte am Ende Rang 13.

Carlos Sainz (31) musste sich dagegen bereits in Q1 verabschieden. Der Spanier, der laut Berichten frisch einen Kontrakt über drei Jahre bei Williams für circa 25,6 Mio. Euro jährlich unterzeichnet hat, gab sich am Funk dennoch gelassen: „Das war schon ok, das Auto war gut.“ Eine gehörige Portion Glück war bei Arvid Lindblad (19) im Spiel. Er zog um Haaresbreite vor dem Alpine-Piloten Pierre Gasly (30) in den dritten Qualifikationsabschnitt ein und jubelte: „Meine Güte, da hatten wir Glück!“

Für den Aufreger des Tages sorgte einmal mehr Max Verstappen (28). Als der Red-Bull-Star zu Beginn von Q3 knapp vor George Russell die Box verließ, konnte er sich einen fiesen Spruch nicht verkneifen. Seine zynische Botschaft an die Crew lautete: „Wahrscheinlich heult George gleich wieder am Funk über unsere Ausfahrt.“ Was für eine Ansage! Jegliche Chance auf eine Verbesserung der Zeiten wurde fünf Minuten vor dem Ende durch plötzlich einsetzenden Niederschlag vereitelt.

Die Atmosphäre vor Ort war trotz der Zwischenfälle überragend. Die Ränge in Zandvoort platzten aus allen Nähten, da die Mehrheit der Anhänger es nach einem Durcheinander am Hauptbahnhof von Amsterdam pünktlich an die Rennstrecke geschafft hatte. Es ist jedoch ein Abschied mit Wehmut: Im kommenden Jahr macht die Königsklasse des Motorsports einen Bogen um die Dünen an der Nordsee. Der Grund: Der Ausrichter scheut das wirtschaftliche Wagnis. (red)

Christian Danner
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