Was für eine Überraschung in Monza! Beim Qualifying zum Italien-GP landete ein Außenseiter ganz vorne.
Sensation in Monza!Gasly düpiert Konkurrenz und startet von der Pole

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Pierre Gasly feiert die Pole in Monza.

Sensation in Monza! Pierre Gasly (30) crashte die rote Ferrari-Party und Schumi-Festspiele. 30 Jahre nach dem ersten Monza-Sieg von Michael Schumacher (57) in Rot raste der Alpine-Pilot auf die Pole-Position zum Italien-GP (Sonntag, 6. September 2026, 15 Uhr, Sky).
Der Franzose verdrängte Mercedes-Fahrer George Russell (28) und McLaren-Pilot Oscar Piastri (25). Dahinter erst die Ferrari-Fahrer Charles Leclerc (29) und Lewis Hamilton (41) sowie Max Verstappen (28) und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (20).
Erster Franzose auf der Pole seit Jean Alesi
Was für eine Genugtuung für Gasly nach dem aberkannten Pokal für den dritten Platz des Monaco-Rennens. Den hatten ihm die FIA-Richter nach einer Blitzer-Posse in der Boxengasse wieder weggenommen, obwohl die Rennleitung Fehler bei der Zeitmessung zugegeben hatte. Chefberater Flavio Briatore (76) tobte. Nun holte er die erste Pole-Position für sein lange kriselndes Alpine-Team und ist der erste Franzose auf der Pole-Position in der Formel 1 seit Jean Alesi (62) im Jahr 1997 auch hier in Monza.
„Es war ein unglaubliches Qualifying. Ich habe mich sehr gut gefühlt im Auto. Ich habe versucht, von Runde zu Runde eins draufzupacken“, freute sich Gasly. „Ich habe jetzt neun Jahre auf meine erste Pole gewartet. Vor sechs Jahren hier mein erster Sieg, jetzt meine erste Pole, Monza ist offenbar meine Lieblingsstrecke.“ Am 6. September 2020 hatte er in einem chaotischen Rennen im AlphaTauri überraschend seinen ersten Sieg gefeiert.
Die Ferrari-Fahrer und Lokalmatador Antonelli enttäuschten, nachdem sie in den Trainings noch Bestzeiten gefahren waren. Leclerc haderte: „Wir hatten leider viele Probleme während des gesamten Qualifyings, die haben uns eine bessere Position vermasselt. Das wird ein hartes Rennen morgen.“ Teamchef Fred Vasseur klärte auf: „Wir hatten ein wenig Panik im zweiten Quali-Drittel, weil wir die Batterien nicht mehr aufladen konnten.“ Die Rückkehr des roten Panikorchesters! Doch der französische Dirigent sagte überraschend: „Wenn mir heute Morgen einer gesagt hätte, dass wir nur zwei Zehntel hinter der Pole liegen, hätte ich das sofort genommen.“
Deutlich enttäuschter war Kimi Antonelli. Der WM-Spitzenreiter fand einfach keinen Rhythmus und muss um seine Aufholjagd bangen. Aufgrund eines von Mercedes auf die Highspeed-Strecke vorgezogenen Motorenwechsels wird er in der Startaufstellung nach ganz hinten versetzt. Russell und Hamilton bietet sich damit die Chance, einige Punkte auf Antonelli gutzumachen. Beide gehen mit einem Rückstand von 59 Zählern an den Start.
Die Startplatzstrafe ausgerechnet bei seinem Heimrennen nahm der Jungstar entspannt hin. „Ich möchte auf jeden Fall mit möglichst wenigen Gedanken im Kopf ins Auto steigen, einfach ganz frei sein und die Fahrt und das Wochenende genießen“, erklärte Antonelli.
Für Audi-Routinier Nico Hülkenberg war die Monza-Party schon nach dem 2. Quali-Drittel vorbei, der Emmericher strandete auf Platz 13. „Uns hat insgesamt der Speed gefehlt, um uns weiter vorne zu platzieren“, haderte der „Hülk“. Allerdings wurde sein Teamkollege Gabriel Bortoleto erst auf der letzten Rille von Hamilton aus den Top Ten gekickt und startet von Rang elf. Der Rekordweltmeister funkte: „Wir sind durch. Das war sehr eng.“
