Peinlich-Aktion von Max Verstappen: Der Formel-1-Star lässt einen Reporter aus der Pressekonferenz werfen.
Nicht sein erster Eklat„Wirklich jetzt?“: Verstappen wirft Reporter raus

Nach der Nürburgring-Lust kam für Max Verstappen (28) schnell wieder der Formel-1-Frust. Der von den neuen Elektro-Regeln und seinem „unfahrbaren“ Red-Bull-Ford genervte Holländer ließ seine schlechte Laune in Suzuka an einem Journalisten aus.
Direkt zu Beginn der üblichen Medienrunde vor dem Japan-GP (Sonntag, 29.0 März 2026, 7 Uhr, Sky) warf er „Guardian“-Reporter Giles Richards raus. Nicht das erste Mal, dass sich „Mad Max“ einen Prügelknaben sucht.
Reporter völlig verdutzt: „Du willst, dass ich gehe?“
Eine Situation zum Schämen: Bevor jemand eine Frage stellen konnte, sagte Verstappen: „Eine Sekunde. Ich werde nicht sprechen, bevor er gegangen ist.“ Er meinte Richards, der irritiert nachfragte: „Ich? Wirklich jetzt?“ Verstappen sagte mit ernster Miene: „Ja.“ Richards fragte nach: „Wegen der Frage im vergangenen Jahr? Du willst, dass ich gehe?“ Verstappen bejahte erneut. „Du bist wirklich sehr aufgebracht darüber“, stellte Richards fest. Verstappen beharrte: „Ja, geh raus.“ Daraufhin verließ Richards den Raum. Verstappen: „Jetzt können wir anfangen.“
Was für ein Eklat! Hausverbot für einen Journalisten, das hat es in der jüngeren Formel-1-Geschichte nur mal beim erfolglosen und in seinem Stolz verletzten Toyota-Team sowie bei Ferrari im Zuge der Ausbootung von Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel (38) durch Teamchef Mattia Binotto (56) gegeben.
Mit welcher Frage erregte Richards Verstappens Zorn? Der Brite hatte ihn nach dem WM-Finale in Abu Dhabi, wo Verstappen den Titel um zwei Punkte an McLaren-Rivale Lando Norris (26) verloren hatte, nach seinem Crash mit George Russell (28) in Barcelona gefragt. Für den Rempler gegen seinen Intimfeind hatte er eine Zehn-Sekunden-Strafe bekommen, war von Platz fünf auf zehn zurückgefallen und hatte neun Punkte verloren, die ihm in der Endabrechnung fehlten.
Eine berechtigte Frage also, aber Verstappen schimpfte: „Ich wusste, du würdest mich nach Barcelona fragen. Und jetzt guckst du mich mit diesem dummen Grinsen an.“ Eine Frechheit! Doch Richards blieb cool und Verstappen gab immerhin zu: „Ja, am Ende ist das Teil des Rennsports. Man lebt und lernt.“ Doch gelernt scheint er nicht zu haben.
Schon zuvor hatten er und Red Bull Sky boykottiert. Dessen Reporter Ted Kravitz (52) hatte nach dem Austin-Sieg, den er Lewis Hamilton (41) noch entrissen hatte, gesagt: „Was für ein Drehbuch, was für eine Story das gewesen wäre. Aber so war’s nicht. Denn der Kerl, der ihn besiegt hat, nachdem er beraubt wurde, hat ihn noch überholt. Weil er ein schnelleres Auto hatte, dank der Ingenieurskunst von Adrian Newey.“ Mit Berauben meinte er den wegen eines Fehlers von FIA-Rennleiter Michael Masi (47) an Verstappen verlorenen Titel 2021.
Dass „Mad Max“ Kravitz dafür nicht am Kragen packte, wie den armen Esteban Ocon (29) nach ihrer Interlagos-Kollision 2018, war aus seiner Sicht schon ein Fortschritt. Über den Franzosen sagte er später: „Ich habe nichts zu sagen, außer dass er eine Pussy war.“ Die FIA-Strafe (Ableisten gemeinnütziger Arbeit) scheint Verstappen nicht zum Umdenken gebracht zu haben.

