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Madring-Premiere mit SteilkurveVerstappen warnt vor Crash-Gefahr auf neuer Strecke

Die Rennstrecke in Madrid feiert ihre Formel-1-Premiere. Wie gefährlich ist der neue Kurs?

Olé Madrid! Spaniens Hauptstadt feiert am Wochenende seine Formel-1-Premiere. Nach Stationen in Pedralbes, Montjuic und Montmelo bei Barcelona, Jarama bei Madrid und Jerez steigt der seit 1951 ausgetragene Spanien-GP am Sonntag (13. September 2026, 15 Uhr, RTL & Sky) auf dem neuen Madring.

Der vom italienischen Strecken-Architekten Jarno Zaffelli entworfene, 5,47 km lange Straßenkurs bietet ein einzigartiges Highlight: die Steilkurve „La Monumental“. Sie wird mit Tempo 300 durchfahren und zur wahren Mutprobe.

Mit 300 km/h durch die Kurve in Madrid

Steil, steiler, „La Monumental“: Die nach der letzten historischen Stierkampfarena Kataloniens benannte Kurve ist 550 Meter lang, beschreibt einen Bogen von rund 270 Grad und ist um bis zu 24 Prozent überhöht. Damit übertrifft sie die Steilkurven in Arie Luyendyk in Zandvoort (18 Grad) und auf dem Indianapolis Motor Speedway (9,2 Grad) um einiges.

Die Fahrer werden bei bis zu 300 km/h für sechs Sekunden in ihre Sitze gepresst. „Das ist eine ganz, ganz besondere Kurve. Es ist eine Kurve, bei der ich das Gefühl habe, dass wir im Qualifying – ich will es mal ganz offen sagen – sehr mutig sein müssen, weil wir dort an die Grenzen gehen werden“, ahnt Ferrari-Fahrer Charles Leclerc (29). „Ich glaube, sie kann zu einer der kultigsten Kurven der Saison werden.“

Das dürfte ganz im Sinne der Racer Max Verstappen (28) und Fernando Alonso (44) sein, die schon oft an der neuen Auto-Generation („Mario Kart“) bemängelten, ihr Können nicht zur Geltung bringen zu können. „Die neuen Autos kann unser Koch fahren“, spottete Alonso. Verstappen legte nach dem Ausfall seines Red-Bull-Kollegen Isack Hadjar (21) in Monza noch einmal nach: „Schaut euch Yuki (Tsunoda) an. Er springt in das Auto, hat es nie vorher gefahren und ist direkt konkurrenzfähig. Liam (Lawson) springt von den Racing Bulls zu Red Bull und ist direkt konkurrenzfähig. Das geht nur, weil diese Autos taub für Fahrer-Inputs sind.“

Man darf gespannt sein, wie „Mad Max“ seinen tauben Bullen in der „La Monumental“ reiten wird. Gefahren ist der Vierfach-Weltmeister den Madring schon im Simulator: „Das sieht mir nach einer ziemlich anspruchsvolleren Strecke aus, wie es die meisten Stadtkurse sind, mit einigen recht kniffligen Kurven.“ Er habe gemerkt, wie schwierig es werden könnte, alles für eine schnelle Quali-Runde zusammenzubringen: „Das wird sehr schwierig. Das ist in der Tat keine leichte Strecke.“

An einigen Stellen sieht Verstappen sogar das Potenzial für schwere Abflüge: „Er erinnert mich ein bisschen an Jeddah – schnelle Kurven und die Wände sind sehr nah. Wenn man auf eine Strecke kommt, auf der die Wände so nah sind, muss der Fahrer ans Limit gehen.“ Aber genau das war das Ziel der Formel-1-Macher. Sie wollten keinen weiteren langweiligen Stadtkurs wie Jeddah oder Baku, der Madring sollte etwas Besonderes werden: schnell, eng und anspruchsvoll.

Das hat offenbar funktioniert, vielleicht sogar etwas zu gut. Ende August testete die Formel 3 zwei Tage lang auf dem Madring, 19-mal musste nach Unfällen unterbrochen werden. Nach Angaben von Williams-Teamchef James Vowles (47) gingen dabei drei Chassis und sechs Aufhängungen zu Bruch: „Ja, das sind Formel-3-Fahrer, aber für die Autos ist es eine Killerstrecke und es wird sicher interessant.“ Besonders häufig krachte es in den Kurven fünf, sechs und sieben, wo von bis zu 340 km/h für eine Schikane auf 80 km/h heruntergebremst werden muss. Wer dort den Bremspunkt verpasst, findet keine großzügige Auslaufzone, sondern landet gleich in der Mauer.

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