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Vor Kanada-Grand-PrixTier-Unfall sorgt für Unterbrechung bei Formel-1-Training

Ferrari-Pilot Lewis Hamilton führt vor Racing Bulls-Pilot Arvid Lindblad.

Copyright: Bradley Collyer/PA Wire/dpa

Ferrari-Pilot Lewis Hamilton führt vor Racing Bulls-Pilot Arvid Lindblad. 

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Nur eine Stunde – mehr freies Training gibt es am Wochenende in Montréal nicht. Schlecht ist es, wenn es dann auch noch zu Unterbrechungen kommt. Mercedes fährt trotzdem in einer eigenen Liga.

Mercedes hat den Hoffnungen der Konkurrenz auf einen schnellen Machtwechsel in der Formel 1 einen schweren Schlag versetzt.

Zum Auftakt des Großen Preises von Kanada waren die Silberpfeile hoch überlegen, WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli drehte im ersten und einzigen freien Training in 1:13,402 Minuten die schnellste Runde. Teamkollege George Russell war gut eine Zehntelsekunde langsamer, die zahlreichen Updates an den Mercedes funktionierten auf Anhieb.

Alex Albon überfuhr Murmeltier beim freien Training

Mit bereits sieben Zehnteln Rückstand war Rekordweltmeister Lewis Hamilton erster Verfolger, Charles Leclerc im anderen Ferrari wurde Vierter vor Max Verstappen im Red Bull.

Erst dahinter sortierte sich McLaren ein: Weltmeister Lando Norris, zuletzt in Miami Sieger im Sprint, landete vor Oscar Piastri. Nico Hülkenberg kam im Audi als Neunter gut ins Wochenende.

Am Freitagabend (22. Mai 2026, 22.30 Uhr MESZ/Sky) steht auf der Ile Notre-Dame bereits das Qualifying für den Sprint an, die Session am Mittag Ortszeit war damit das einzige freie Training des Rennwochenendes – und sie verlief nicht nach Plan.

Zwei Rote Flaggen gab es, die zweite, längere Unterbrechung hatte recht dramatische Gründe: Alex Albon hatte eines der zahlreichen Murmeltiere überfahren, die auf der Insel im Sankt-Lorenz-Strom leben, und anschließend die Kontrolle über seinen Williams verloren. Das Training wurde um insgesamt 20 Minuten verlängert.

Für die Teams ging es darum, in kürzester Zeit die richtigen Einstellungen für ihre Autos zu finden, zuletzt hatte sich an diesen einiges getan: Zum vergangenen Rennen in Miami, dem ersten nach einmonatiger Pause, hatten die Verfolger teilweise umfangreiche und wirkungsvolle Updates gebracht und Mercedes damit unter Druck gesetzt. In Kanada hat nun Mercedes seine ersten größeren Neuerungen des Jahres am Auto, ähnlich ausgiebig sind auch die neuerlichen Updates bei McLaren.

In der WM führt Antonelli (100) mit 20 Zählern Vorsprung auf Russell, Leclerc (59), Norris und Hamilton (je 51) liegen schon weiter zurück. Punkte gibt es an diesem Wochenende zweimal, zunächst im Sprint am Samstag (18.00 Uhr MESZ), dann im Grand Prix am Sonntag (22.00 Uhr MESZ/jeweils Sky). (sid/dpa)

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