Max Verstappen ist vor seinem 250. Rennen in der Formel 1 auf alle Widrigkeiten vorbereitet.
Jubiläum in der SaunaVerstappen macht die 250 voll – und tritt gegen Horner nach

Vor seinem Jubiläum in der Hitze der Nacht geht Max Verstappen (29) erstmal in die Sauna. Der viermalige Weltmeister bestreitet beim Glitzer-GP in Singapur (Sonntag, 11. Oktober 2026, 14 Uhr, Sky) sein 250. Formel-1-Rennen und schwitzt schon mal in der Hotel-Sauna an.
Er will sich mit dem „Unbequemen anzufreunden“, wie er schon am letzten Rennplatz Sepang verriet. Damit es angenehmer wird, hat Verstappen seine Lebensgefährtin Kelly Piquet (37) mitgebracht. Wird die Brasilianerin zur Glücksbringerin für den Jubiläumssieg?
Verstappen mit Red Bull auf der Überholspur
Verstappen ist wieder richtig heiß. Heiß auf das Rennfahren in seinem endlich wieder konkurrenzfähigen Red Bull RB22, der ihn nach 301 sieglosen Tagen in Malaysia zu seinem 72. GP-Sieg beflügelte.
Diese Marke schafften vor ihm nur die beiden Rekordweltmeister Michael Schumacher (57) und Lewis Hamilton (41), die ihren 72. Sieg allerdings erst mit 35 bzw. 33 Jahren einfuhren. Aufgrund seines jungen Alters ist Verstappen sehr wohl zuzutrauen, Schumis 91 Gesamtsiege und vielleicht sogar Hamiltons 106 Triumphe zu übertreffen.
Dafür käme ihm ein zweiter Sieg in Serie gerade recht, zumal er auf dem engen Stadtkurs von Singapur noch nie gewinnen konnte. Dreimal war er kurz davor, wurde aber 2018 (hinter Hamilton), 2024 (hinter Lando Norris) und 2025 (hinter George Russell) nur Zweiter.
Sowas ärgert den „Maximiser“ der Formel 1, der immer das Optimum aus seinem Auto rausholt und selbst im bis dato nicht konkurrenzfähigen RB 22 acht Podiumsplätze einfuhr. Verstappen bestätigt: „Daher habe ich das Gefühl, dass ich auf dieser Strecke noch eine Rechnung offen haben.“
Die Chancen auf seinen Premierensieg stehen gut, hat er doch neben einer effizienten Aerodynamik jetzt auch den von der FIA bestätigten stärksten Motor. „Wir versuchen einfach, das Auto von Rennen zu Rennen weiter zu verbessern und hoffentlich können wir diese gute Form auch in Singapur fortsetzen“, sagt Verstappen.
Und dann gönnt er sich eine Spitze gegen seinen ungeliebten Ex-Teamchef Christian Horner (52) nach, der in seiner Autobiografie „Drive“ heftig gegen Ex-Sportchef Dr. Helmut Marko (83) nachtritt („Er war sehr grob zu den Fahrern. Ich musste oft die Scheiße wegwischen“).
Verstappen spricht über Machtkampf bei Red Bull
Verstappen sagt über deren Machtkampf nach Horners Intimfoto-Affäre: „Es ist nicht schön, wenn es ständig Spannungen zwischen den Leuten gibt. Mir gefällt es, wenn die Menschen gut miteinander auskommen.“ Das sei unter dem neuen Teamchef Laurent Mekies (49) der Fall: „Es geht nicht mehr ganz so hitzig zu. Es ist weniger stressig.“
Deshalb verlängerte Verstappen auch seinen Vertrag vorzeitig bis 2030 und nicht wegen des angekündigten Update-Paketes: „Nein, nicht wirklich“, sagt er schmunzelnd.
„Es ging mehr darum, über die Zukunft zu sprechen und darüber, wie man sich die Verbesserung des Teams vorstellt. Und es hat bisher wirklich Spaß gemacht, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Und natürlich ist der Fortschritt, den wir zuletzt verbuchen konnten, ein netter Bonus. Denn es macht mehr Spaß, an der Spitze mitzukämpfen.“
Das will er schon von der Pole-Position aus im Sprintrennen (heute, 11 Uhr, Sky) tun, um morgen auch einen Haken hinter den Singapur-GP machen zu können.
Der wäre dann die 27. verschiedene Strecke, auf der er das Rennen gewinnen konnte. Auch in dieser Statistik hat Verstappen bereits Schumi überholt, der in seiner Karriere nur auf 23 Strecken gewann. Noch führt Hamilton mit 31, und der Brite wird ja auch nächstes Jahr im Ferrari noch gegen Verstappen fahren.
