Die Formel 1 steht kopf! Nach nur einem Rennen rebellieren die Fahrer, angeführt von Max Verstappen. Ihre Wut: Die Königsklasse ist zu einer Lachnummer verkommen. Jetzt müssen die Bosse handeln.
Formel-1-BebenVerstappen wütet gegen neue Regeln: „Wie Mario Kart!“

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Vierfach-Weltmeister Max Verstappen drängt auf schnelle Regeländerungen.
Seit dem Saisonstart in Melbourne ist eine heftige Auseinandersetzung entbrannt. Die Formel 1 hat sich einer drastischen Veränderung unterzogen: Statt Vollgas-Piloten gibt es nun Energiemanager. Die Antriebseinheiten beziehen ihre Kraft nur noch etwa zur Hälfte aus dem Verbrennungsmotor, der andere Teil stammt aus der Batterie, die in jeder Runde neu aufgeladen werden muss.
Spielkonsole statt Simulator: Verstappen führt Kritiker an
Für Weltmeister Max Verstappen ist das ein absolutes No-Go. „Du kannst weniger einen Unterschied machen. Je mehr du auf dem Gas bist und je später du bremsen willst, desto schlechter ist das für dich“, beschrieb er seinen Ärger über die Neuerung. Wie die dpa meldet, spottete der Niederländer, er würde mittlerweile kostengünstig auf einer Spielkonsole trainieren anstatt im Simulator – eine deutliche Spitze in Richtung des Videospiels „Mario Kart“.
In Shanghai stellte der Star von Red Bull jedoch klar: „Es gibt da ein paar einfache Lösungen. Die Fia muss sie nur bei dem Zeug mit der Batterie zulassen.“ Er habe den Regelhütern bereits einige Ideen unterbreitet, die dem gesamten Sport zugutekämen.

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Warnt vor Schnellschüssen: WM-Spitzenreiter George Russell.
Allerdings sind nicht alle für sofortige Korrekturen. Mercedes-Pilot George Russell, der die Weltmeisterschaft anführt, plädiert für mehr Geduld: „Wir sollten dem Ganzen noch mehr Chancen geben.“ Verständlich, denn sein Rennstall hat die neuen Vorschriften am besten gemeistert. „Wir sollten abwarten, bevor wir übereilte Entscheidungen treffen“, meinte Russell.
Alonso frustriert: „Die Herausforderung ist weg“
Zahlreiche seiner Konkurrenten sehen das jedoch völlig anders. Titelverteidiger Lando Norris monierte, der jetzt verlangte Fahrstil sei „nicht das, was wir jemals gelernt haben“. Auch Routinier Fernando Alonso fehlt der Nervenkitzel.

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Fährt auch in China hinterher: Max Verstappen im Red Bull.
„Es gab immer bestimmte Kurven in der Formel 1, die die Grenzen der Physik beim Durchfahren dieser Kurven herausforderten“, erläuterte Alonso. „Diese Herausforderung ist auf ihre Weise weg. Jetzt nutzt man die Kurven, um die Batterie zu laden und nicht, um Zeit zu gewinnen.“
Sicherheits-Sorgen und Start-Lotterie
Was die Sache noch brisanter macht: Es bestehen erhebliche Sicherheitsbedenken. Wenn Fahrzeuge durch den Elektro-Boost plötzlich massive Geschwindigkeitsunterschiede aufweisen, drohen schwere Unfälle. In Melbourne wäre Alpine-Pilot Franco Colapinto beinahe in das Auto von Liam Lawson gekracht, da dieser beim Start mit einer fast leeren Batterie kaum von der Stelle kam. „Der Start ist im Moment eine Lotterie“, urteilte Colapintos Teamkollege Pierre Gasly.
Williams-Fahrer Carlos Sainz hat ausgerechnet, dass der neue Überholmodus die Boliden um bis zu 60 Stundenkilometer beschleunigt – für ihn viel zu unnatürlich. „Für mich gehört das einfach nicht zur DNA des Sports.“
FIA gibt nach: Erste Änderungen schon in Japan?
Unter dem massiven Druck der Piloten scheint der Weltverband FIA nun einzuknicken. „Wir haben dazu noch ein paar Asse im Ärmel“, äußerte Fia-Direktor Nikolas Tombazis gegenüber dem Fachportal „The Race“. Man plane, nach dem Grand Prix in China mit den Rennställen zu beraten.
Ein erster Schritt könnte die Reduzierung des maximalen Elektro-Schubs sein. Diese Anpassung könnte womöglich schon beim Rennen in Japan Ende März wirksam werden. Für weitere Modifikationen könnte dann überraschend viel Zeit zur Verfügung stehen. Die für April angesetzten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien stehen aufgrund des Iran-Kriegs auf der Kippe. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

