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Formel-1-Wunder mit 18Trotz Krankheit und Handicap rast er jetzt gegen sein Idol Hamilton

Arvid Lindblad

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Arvid Lindblad könnte das neue Supertalent bei Red Bull sein. (Archivbild)

Was für ein Start in der Königsklasse! Der 18-jährige Arvid Lindblad holt bei seinem allerersten Rennen für die Racing Bulls sofort Punkte. Doch sein Weg ins Cockpit ist eine Geschichte voller Hürden und unfassbarer Willenskraft.

Auf dem Flug von Melbourne nach Shanghai schwebte der Teenager Arvid Lindblad förmlich im siebten Himmel. Der einzige Neuling unter den Fahrern in dieser Formel-1-Saison raste bei seinem Einstand für die Racing Bulls auf einen aufsehenerregenden achten Platz und damit direkt in die Punkte. Er konnte sein Glücksgefühl kaum fassen.

„Es war sehr aufregend für mich, gegen diese Jungs zu fahren. Mit Lewis (Hamilton) im Fernsehen bin ich aufgewachsen“, offenbarte Lindblad über sein Vorbild. „Er war einer der Hauptgründe, warum ich mich in diesen Sport verliebt habe. Es war wirklich cool, gegen ihn zu kämpfen. Das waren definitiv einige Momente, in denen ich mich kneifen musste.“

Viertjüngster Debütant der Formel-1-Geschichte

All das, was am Sonntag beim ersten Grand Prix des Jahres in Australien geschah, war jedoch die pure Realität. Mit 18 Jahren und 212 Tagen ist Lindblad der viertjüngste Einsteiger in der Formel 1 und der drittjüngste, der Punkte holte. In beiden Kategorien führt Max Verstappen, der bei seinen Bestleistungen für das Schwesterteam von Red Bull jeweils nur 17 Jahre alt war und inzwischen viermaliger Weltmeister ist.

Arvid Lindblad

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Arvid Lindblad will jede Chance auf der Strecke nutzen. (Archivbild)

Altersrekorde hält jedoch auch Lindblad selbst. Vor seinem Aufstieg zum neuen Teamkollegen von Liam Lawson war der gebürtige Londoner mit 16 Jahren der jüngste Gewinner eines Formel-3-Rennens und anschließend mit 17 Jahren in der Formel 2.

Ein Kämpfer mit multikulturellen Wurzeln

Nun lauten seine Gegner aber Verstappen oder Hamilton. „Ich weiß schon, dass ich der Neuling bin, aber wenn ich im Auto sitze, bin ich ein gnadenloser Kontrahent. Ich werde jede Gelegenheit nutzen, die sich mir bietet“, sagte Lindblad, dessen Mutter Anita indische Abstammung hat und dessen Vater Stefan Schwede ist.

Seine Eltern trafen sich an einer privaten Wirtschaftshochschule in Paris, ehe sie nach Hampstead im Norden von London umsiedelten. Lindblads Großeltern mütterlicherseits kommen wiederum aus dem Teil der indischen Region Punjab, der nach der Teilung 1947 zu Pakistan wurde. Beide wurden später Mediziner und emigrierten Ende der 1960er Jahre nach Großbritannien. Lindblads Großeltern planen, in dieser Saison im Fahrerlager aufzutauchen, um ihren Enkel anzufeuern.

Diagnose mit 13: Chronische Krankheit bremste ihn aus

Dass Lindblad es überhaupt in die Formel 1 vollbracht hat, ist eine bemerkenswerte Geschichte. Mit 13 wurde bei ihm Zöliakie festgestellt, eine chronische Erkrankung des Immunsystems. Gluten verursacht dabei eine Reizung der Darmschleimhaut. „Das hat mich sehr mitgenommen. Ich habe etwa zwei Jahre gebraucht, um mich davon vollständig zu erholen“, erzählte Lindblad dem „Telegraph“, wie die dpa berichtet.

Lewis Hamilton

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Arvid Lindblad (l) ist seinem Idol Lewis Hamilton (r) ganz nah. (Archivbild)

Die Krankheit wirkte sich auf sein Wachstum aus. „Ich bin jetzt genauso groß, wie ich es schon mit 13 war. Mein kleiner Bruder, der jetzt in diesem Alter ist, ist bereits größer als ich“, berichtete Lindblad. Eine Größe von 1,73 Metern stellt aber keinen Minuspunkt im engen Cockpit eines Rennwagens dar. „Alles geschieht aus einem bestimmten Grund, oder?“

Und auch noch mit Lese-Rechtschreib-Schwäche

Lindblad wandelt Negatives in Positives um. Er hat nämlich obendrein mit Dyslexie zu tun, einer Lernstörung, welche das Lesen, Schreiben, die Rechtschreibung und das Sprechen erschwert. „Ich hatte nicht immer das einfachste Verhältnis zu Büchern“, räumte er ein. Deshalb habe er für das Abitur die Fächer Mathematik und Chemie gewählt.

Als einen unwirklichen Augenblick schilderte Lindblad den Anruf bei einem Frühstück von Helmut Marko, dem früheren Motorsportberater von Red Bull, der unter anderem Verstappen und Sebastian Vettel auf ihrem Weg in die Formel 1 unterstützt hat. Denn die Förderung des Milliardenkonzerns kann eine Karriere gewaltig vorantreiben. Mit 13 wurde Lindblad ein Red-Bull-Junior, seine Lizenz für die Formel 1 bekam er schon mit 17.

Idol Hamilton mit Ratschlag für den Neuling

Und nun zählt er zum elitären Kreis der 22 Formel-1-Piloten. „Er soll es genießen. Man wird ins kalte Wasser geworfen, und es dauert eine Weile, bis man sich an den Zirkus hier gewöhnt hat“, sagte Lindblads Idol Hamilton in Australien über ihn.

„Es wird auch schlechte Tage geben, aber man sollte das nicht zu schwer nehmen.“ An der Vergangenheit könne man ohnehin nichts ändern, es gehe nur darum, wie man vorankommt, sagte Hamilton weiter. Lindblad scheint seine passende Herangehensweise schon gefunden zu haben. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Lando Norris bei der Formel 1 in der Boxengasse.

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