Nach Kritik an den Saudis Formel 1-Marschall wünscht Lewis Hamilton einen Feuerball-Crash

Romain Grosjean hatte Glück nach seinem Formel-1-Unfall.

Romain Grosjean entkommt am 29. November 2020 nur mit Glück aus seinem brennenden Auto beim Formel-1-Rennen in Bahrain.

Die Kritik an der Menschenrechts-Situation in Saudi-Arabien von Lewis Hamilton kam offenbar bei den Formel-1-Gastgebern nicht gut an. Ein Formel-1-Marschall leistete sich eine unfassbare Entgleisung.

Neben Sebastian Vettel (34) ist Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton (37) einer der Fahrer, die in der Öffentlichkeit kein Blatt vor den Mund nehmen. Vor dem Grand Prix in Saudi-Arabien kritisierte der Mercedes-Fahrer das Scheich-Regime erneut scharf.

Im vergangenen Jahr war er mit einem Regenbogen-Zeichen gestartet, um auf die Situation der LGBTQ-Bewegung in dem arabischen Staat aufmerksam zu machen. „Meine Haltung hat sich seit dem letzten Jahr nicht geändert. Es ist verrückt zu hören, was hier passiert“, sagte Hamilton vor dem Rennen am 27. März 2022 und verwies darauf, einen Brief eines 14-Jährigen erhalten zu haben.

Laut BBC handelt es sich um den Fall von Abdullah al-Howaiti, der 2017 mit 14 Jahren verhaftet und drei Jahre später zum Tode verurteilt wurde. Seine Familie bat Hamilton demnach in einem Brief um Hilfe.

Lewis Hamilton fassungslos über Todesstrafe für 14-Jährigen

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Der Formel 1-Vizeweltmeister von 2021 zeigt sich fassungslos: „Wenn man 14 Jahre alt ist, weiß man doch noch nicht, was man tut oder im Leben noch tun möchte.“ Der Grund für Hamiltons Engagement: „Wir versuchen zu tun, was wir können. Und es ist wichtig, dass wir versuchen, unsere Reichweite zu nutzen und für mehr Aufmerksamkeit sorgen.“

Lewis Hamilton schaut nachdenklich nach dem Rennen in Abu Dhabi.

Nachdenklich: Lewis Hamilton, hier am 12. Dezember 2021 in Abu Dhabi, kritisiert die Menschenrechts-Situation in Saudi-Arabien.

Die Kritik kam offenbar nicht bei jedem gut an. Ein Formel 1-Marschall ging via Twitter auf Hamilton los, wünschte ihm als @Heem4U laut „The Sun“ einen „Crash wie Romain in Bahrain.“ Romain Grosjean hatte damals nur mit Glück einen Unfall überlebt, als sein Wagen Feuer fing und in einem riesigen Feuerball zerstört wurde, während der Fahrer im letzten Moment aus den Flammen stieg. Eine unfassbare Entgleisung!

Doch damit nicht genug! In einer anderen Nachricht vom selben Account schimpfte er auf Arabisch Richtung Lewis Hamilton über seine Kritik an der Menschenrechtssituation: „Die saudischen Behörden reagieren nicht auf Hunde.“

FIA entfernt Formel 1-Marschall von seinem Posten

Die britischen Journalisten machten die FIA auf die Kommentare aufmerksam, der Marschall wurde von seinem Posten entfernt. Inzwischen hat er sich für seine Posts bei Mercedes-Pilot Hamilton und dem saudischen Motorsport-Verband entschuldigt.

Hamilton aber dürfte das als Bestätigung sehen, dass in der saudischen Gesellschaft noch viel Reformbedarf besteht: „Letztendlich liegt es in der Verantwortung der Machthaber, etwas zu ändern. Es gibt erste Schritte in die richtige Richtung, aber wir sehen noch nicht genug. Es muss definitiv mehr passieren.“

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