Spa ist eigentlich ein Wohlfühlort für Max Verstappen – doch auch in dieser Saison wird das Rennen begleitet von Spekulationen um seinen Abschied von Red Bull. Oder sogar aus der Formel 1?
Formel-1-GetuschelWas macht Max Verstappen? Gerüchte nehmen wieder Fahrt auf

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Max Verstappen im LEGO Kart während der Fahrerparade in Silverstone.
Es ist ein Jahr des Scheiterns für Max Verstappen, und so langsam befasst sich der einstige Dauersieger auch mit übernatürlichen Erklärungen. „Ich bin nicht abergläubisch“, sagte er zuletzt, „aber es ist, als hätte ich eine schwarze Katze überfahren.“
Kein Sieg in dieser Saison, nur Rang sieben in der WM, und in den vergangenen Wochen rauschte Verstappen mit seinem Red Bull auch wiederholt hilflos durch die Kiesbetten der Formel 1.
Alle Jahre wieder: Gerüchte um Abschied von Max Verstappen
Der RB22 ist langsam und schwer zu zähmen, vor dem Rennen im belgischen Spa am Sonntag (15 Uhr/RTL und Sky), für Verstappen ein zweites Heimspiel, hat daher eine nicht ganz neue Diskussion wieder Fahrt aufgenommen: Bleibt der viermalige Weltmeister bei Red Bull? Kehrt er der Formel 1 gar komplett den Rücken? Schon in den vergangenen beiden Jahren kochte dieses Thema jeweils im Sommer hoch. 2026 allerdings wirkt ein Abschied noch viel plausibler als damals.
Denn Grundlage für die Spekulationen war stets eine Klausel, die es Verstappen erlaubt, aus seinem bis 2028 laufenden Vertrag auszusteigen. Dem Vernehmen nach kann sie bei einer Platzierung außerhalb der Top 3 aktiviert werden – und die hat der Star in diesem Sommer sicher. Viel mehr als der Blick auf die Ergebnisse sprechen allerdings die Begleiterscheinungen für eine zunehmende Entfremdung.
Der Fahrer scheine „mit seinem Team auf Kollisionskurs zu liegen – und umgekehrt“. Das schrieb zuletzt der niederländische Telegraaf, eine Art Hausblatt der Familie Verstappen, das schon mehrfach als Sprachrohr fungierte. Öffentlich beklagte der 28-Jährige mehr oder weniger deutlich, dass das Team wiederholt nicht nach seinen Wünschen handelte, wenn es um Änderungen am Auto ging.
Erschwerend hinzu kommt, dass Red Bull keine wirkliche Aussicht auf Besserung hat. Unter dem neuen Reglement hängt viel von der Nutzung der elektrischen Energie im Hybridmotor ab, und da hat das Team große Defizite. Auch personell dürfte Verstappen immer weniger Gründe finden, um weiter für Red Bull zu arbeiten: Sein Mentor Helmut Marko hat vor der Saison aufgehört, sein langjähriger Renningenieur Gianpiero Lambiase wird spätestens 2028 zu McLaren wechseln und Red Bull womöglich schon vorher verlassen.
Und so wirkt McLaren wie das logische Ziel für Verstappen, so viele Top-Rennställe gibt es ja nicht, und sowohl Mercedes (Kimi Antonelli und George Russell) als auch Ferrari (Lewis Hamilton und Charles Leclerc) scheinen derzeit nicht interessiert, ihr Aufgebot zu ändern. Die Gerüchte ranken sich jedenfalls um das britische Traditionsteam, auch wenn McLaren-Chef Zak Brown zuletzt Weltmeister Lando Norris und Oscar Piastri den Rücken stärkte.
Allerdings ist auch der Rennstall aus Woking keineswegs sorgenfrei, der Start in das neue Reglement ist McLaren nicht geglückt. Auch ein Wechsel dorthin wäre eine durchaus riskante Wette für Verstappen.
Der einstige Seriensieger sei „nicht geboren, um im Mittelfeld herumzufahren“, das sagte sein Manager Raymond Vermeulen zuletzt dem Telegraaf. Und man darf davon ausgehen, dass Verstappen im Zweifel lieber gar nicht mehr fährt. Ein Fan der neuen Motoren ist er ohnehin nicht. „Man fragt sich schon: Ist es das noch wert, oder bin ich lieber zu Hause bei der Familie?“ Auch dieses Zitat von Max Verstappen stammt aus dem Jahr 2026. (SID)
