2

Antonelli profitiert vom Norris-PechWunderkind Kimi vom Glück geküsst

Kimi Antonelli hat das erste Formel-1-Rennen auf dem neuen Madring in Madrid gewonnen. Dabei profitierte er aber auch vom Pech eines Konkurrenten.

Wunderkind Kimi Antonelli (20) bleibt vom Glück geküsst. Der WM-Spitzenreiter gewann nach seinem Heimrennen in Monza von Platz 19 auch das erste Formel-1-Rennen auf dem neuen Madring.

Und dabei profitierte der junge Italiener vom unglaublichen Pech des Pole-Setters Lando Norris (26), der durch eine virtuelle Safety-Car-Phase und einen verpatzten McLaren-Boxenstopp die Führung und dort schon den Sieg verlor. Der Weltmeister wurde am Ende Dritter hinter Max Verstappen (28) im Red Bull.

Norris: „Da ist uns das Glück einfach nicht treu geblieben“

Mit seinem achten Saisonsieg baute Antonelli seine WM-Führung auf seinen, als Fünfter erneut enttäuschenden, Mercedes-Kollegen George Russell (28) auf 81 Punkte. Der WM-Dritte Lewis Hamilton fiel schon früh im Rennen mit Bremsproblemen am Ferrari aus und hat jetzt schon 101 Punkte Rückstand. Sein Teamkollege Charles Leclerc (29) kam trotz einer gewagten Ein-Stopp-Strategie nur auf Rang vier.

Sie alle verblassen im Glanz des Wunderkindes. Antonelli hat selbst im Siegestaumel noch die Größe, an Pechvogel Norris zu denken. „Ich hatte Glück mit dem Safety-Car. Es fühlt sich nicht so super an, weil der Sieg eigentlich Lando gehört hätte“, sagte er über den Briten, für den das Safety-Car-Signal wegen des erneuten Ausfalls von Lance Stroll in der grünen Aston-Martin-Gurke zum ungünstigsten Zeitpunkt kam.

„Das Safety-Car-Signal kam, da war ich schon an der Boxengasseneinfahrt vorbei. Da ist uns das Glück einfach nicht treu geblieben“, sagte Norris, der im Qualifying eine Wunderrunde auf den Asphalt des neuen Madring gezaubert hatte und auch im Rennen bis zum Safety-Car-Pech unantastbar war.

„Ich bin ein perfektes Rennen gefahren, aber es hat nicht sollen sein. Das ist schon hart, denn die Pace ist uns ja nicht in den Schoß gefallen“, sagte der Brite, der nach den Siegen in Budapest und Zandvoort Morgenluft in der WM gewittert hatte und nun 106 Punkte hinter Antonelli liegt. Doch aufgeben werde er nicht: „Ich nehme den Kopf hoch und versuche wieder anzugreifen. Weitere Siege sind möglich.“

Auch Verstappen zeigte Mitleid mit Pechvogel Norris. „Wenn wir uns die Pace anschauen, ist Platz zwei ein unglaubliches Ergebnis“, sagte Verstappen. „Man hat gesehen, wie schnell Lando auf mich aufgeschlossen hat. Aber du kannst hier nicht überholen. Du musst dein Auto einfach in der Mitte halten, das war’s.“

Ganz so einfach war es allerdings nicht, den schnelleren McLaren zu blockieren. In den letzten Runden kämpfte „Mad Max“ mit harten Bandagen und kürzte sogar eine Schikane ab. Doch die Rennleitung drückte beide Augen zu und ließ ihn diesmal straffrei davonkommen.Derweil feierte Kimi mit seinem Papa Marco, der ihm und den Crew-Mitgliedern eine rote Nelke überreichte. „Ich nehme den Sieg natürlich gerne an und werde weiter pushen“, sagte der Wuschelkopf, der immer noch nicht an die WM denken will: „Ich gebe einfach in jedem Rennen alles und schaue dann, was am Ende dabei herauskommt.“

Für Audi-Routinier Nico Hülkenberg (39) kam diesmal immerhin Platz zehn und ein WM-Punkt heraus. Sein Teamkollege Gabriel Bortoleto (21) fuhr auf Rang 13. Mit seinem achten Saisonsieg baute Antonelli seine WM-Führung auf seinen, als Fünfter erneut enttäuschenden, Mercedes-Kollegen George Russell auf 81 Punkte aus.

Nach dem Unfall in der Formel 2 sind Feuerwehrleute und Sanitäter im Einsatz.
„Kann mir kein Rennen vorstellen“
Heftiger Unfall befeuert Sorgen in der Formel 1