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Affront gegen Formel-1-Teams FIA-Boss Todt hält Ferraris Motor-Schummelei geheim

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Mentor und Meisterschüler: FIA-Präsident Jean Todt spricht mit Ferrari-Jungstar Charles Leclerc vor dessen Heimrennen in Monaco.

Paris – In der Formel 1 brodelt es eine Woche vor dem WM-Start wie lange nicht. Der Brandbrief der sieben Teams um die Wortführer Mercedes und Red Bull gegen Ferraris Schummel-Motor und die Mauscheleien mit dem Weltverband FIA enthüllte das zerrüttete Verhältnis.

Kernpunkt: Ohne Offenlegung der geheimen Ferrari-Daten wird geklagt. Doch FIA-Präsident Jean Todt (74) verweigert dies in ihrer aktuellen Stellungnahme und will die PS-Trickserien unter den Teppich kehren. Brisant: Der Franzose war zu Michael Schumachers (51) Ferrari-Zeiten langjähriger Teamchef...

„Die FIA ​​hat eine detaillierte technische Analyse des Scuderia Ferrari Power Unit durchgeführt, wie dies für jeden Teilnehmer an der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft zulässig ist“, lässt FIA-Präsident Todt mitteilen.

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„Ferrari widersetzte sich entschieden dem Verdacht“

Er erklärt zunächst den Anfangsverdacht gegen Ferrari: „Die umfangreichen und gründlichen Untersuchungen während der Saison 2019 ließen den Verdacht aufkommen, dass die Ferrari-Power Unit nicht immer im Rahmen der FIA-Vorschriften betrieben werden kann. Die Scuderia Ferrari widersetzte sich entschieden dem Verdacht und bekräftigte, dass ihre Power Unit stets den Vorschriften entsprach. Die FIA ​​war nicht vollständig zufrieden, entschied jedoch, dass weitere Maßnahmen aufgrund der Komplexität der Angelegenheit und der materiellen Unmöglichkeit nicht unbedingt zu einem endgültigen Fall führen würden, den eindeutigen Beweis für einen Verstoß zu erbringen.“

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Nach den FIA-Maßnahmen gegen den Ferrari-Motor fuhr Sebastian Vettel beim Formel-1-Test in Barcelona hinter Mercedes her.

Doch auch wenn FIA-Pedant Jo Bauer offensichtlich auffällige Bauteile oder Wirkungsweisen des Motors feststellte, verzichtete Todt auf eine Strafe. Die hätte von Punktabzug bis zum Ausschluss aus der vergangenen WM-Wertung führen und einen Millionenschaden verursachen können.

Die FIA erklärt ihr umstrittenes Verhalten: „Um die negativen Konsequenzen zu vermeiden, die ein langer Rechtsstreit insbesondere angesichts der Unsicherheit über den Ausgang solcher Rechtsstreitigkeiten und im besten Interesse der Meisterschaft und ihrer Interessengruppen, der FIA, gemäß Artikel 4 ihrer Justiz mit sich bringen würde und disziplinarische Regeln beschlossen, mit Ferrari eine wirksame und abschreckende Vergleichsvereinbarung zur Beendigung des Verfahrens abzuschließen.“

Strafen für Ferrari leicht zu verschmerzen

Damit meint die FIA die Verpflichtung Ferraris, den Motor des aktuellen SF1000 streng reglementgetreu zu bauen und bei der Aufdeckung möglicher Ausnutzung von Reglement-Grauzonen mitzuhelfen. Außerdem sollen Ferrari und Sponsor Shell die FIA bei der Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen, die den Hybrid-Antrieb noch ökologischer machen sollen, unterstützen.

Diese Strafen sind für Ferrari zwar teuer, aber viel leichter zu verschmerzen als ein WM-Ausschluss.

Mattia Binotto und Sebastian Vettel

Es gibt schwere Vorwürfe gegen Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, die auch Sebastian Vettels Karriereplanung beeinflussen.

FIA rechtfertigt Geheimhhaltung der Ferrari-Daten

Auch die von Mercedes-Teamchef Toto Wolff (48) im Brandbrief angeprangerte Geheimhaltung der Ferrari-Daten wird von Todt und Co. gerechtfertigt: „Diese Art von Vereinbarung ist ein Rechtsinstrument, das als wesentlicher Bestandteil jedes Disziplinarwesens anerkannt ist und von vielen Behörden und anderen Sportverbänden bei der Bearbeitung von Streitigkeiten verwendet wird. Die Vertraulichkeit der Bestimmungen der Vergleichsvereinbarung ist in Artikel 4 des juristischen Disziplinar-Regelwerks vorgesehen.“

Hier lesen Sie mehr: Schummel-Vorwürfe gegen Mercedes - das sagt Ferrari-Star Sebastian Vettel

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Mercedes-Teamchef Toto Wolff (l.) und Weltmeister Lewis Hamilton beobachteten Ferraris Power-Vorteil seit Monaten argwöhnisch.

Maßnahmen nur hinter verschlossenen Türen

Und zum Schluss folgt noch ein Lippenbekenntnis, das Wolff und Co. erst recht schäumen lassen wird: „Die FIA ​​wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um den Sport und seine Rolle und seinen Ruf als Regulierungsbehörde der FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft zu schützen.“

McLaren-Mercedes musste 100 Millionen Dollar zahlen

Das wird in den Ohren der Ferrari-Gegner und Fans wie Hohn klingen. Bei anderen Verstößen wie der Spionage-Affäre um McLaren-Mercedes und Ferrari 2008 wurde das britisch-deutsche Team zur Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt.

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Red-Bull-Teamchef Christian Horner und Sportchef Dr. Helmut Marko verdächtigen Mercedes der Trickserei.

Red-Bull-Sportchef in Rage

Auch für Red Bull ist die FIA-Mauschelei mit Ferrari ein rotes Tuch. Sportchef Dr. Helmut Marko (76) attackiert Jean Todt scharf. „Das Ganze hat jetzt FIFA-Dimensionen angenommen. Zwischen FIA und FIFA fehlt nur noch ein Buchstabe. In jedem anderen Verband wäre es politischer Selbstmord, was Todt da als führender Kopf der FIA zugelassen hat“, sagte Marko der tz.

Der Österreicher prangert an: „Die FIA hat einen Sport in Verruf gebracht, in denen wir dreistellige Millionensummen im Jahr investieren. Das kann man sich jetzt nicht mehr bieten lassen.“

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