Widerliche Anfeindungen im Netz: Gegen Pierre Gasly gab es fast 13.000 Morddrohungen. Nun greift die Fia knallhart durch!
„Sie haben Fans und können sagen ...“13.000 Morddrohungen: Fia-Boss appelliert an Fahrer-Kollegen

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Hier wird Pierre Gasly in Mexiko herzlich empfangen. Doch im Netz muss er sich mit unzähligen Drohungen auseinandersetzen.
Ungefähr 13.000-mal! Seit dem Madrider Grand Prix vom 13. September musste Pierre Gasly (30) online unzählige Morddrohungen einstecken. Bei dieser Dimension verschlägt es jedem die Sprache.
Schon länger kursierten Berichte darüber, dass der Fahrer des Alpine-Rennstalls samt seiner Familie wochenlang digital angefeindet wurde. Doch das wahre, schockierende Ausmaß dieser Attacken wird erst jetzt in Mexiko-Stadt öffentlich.
Verweigerte Teamorder als Auslöser der Eskalation
Enthüllt wurde der erschreckende Wert von Mohammed Ben Sulayem (64). Gegenüber dem Portal „The Drive“ redete der Präsident des Automobil-Weltverbandes Fia Klartext. Dabei nannte er nicht bloß Fakten, sondern versprach auch ein rigoroses Vorgehen gegen die Verantwortlichen. Das berichtet „bild.de“.
Die Ansage des Verbandschefs könnte kaum unmissverständlicher ausfallen. „Wenn diese Drohungen von einem Fan kommen, fliegt er raus. Wenn sie von einem Mitglied der Medien kommen, fliegt er raus. Dafür haben wir die Mittel. Und wenn sich die Hater anonym im Internet verstecken, werden wir sie mithilfe von KI enttarnen“, betont der oberste Motorsport-Funktionär entschlossen. Egal ob Zuschauer, Journalisten oder gesichtslose Trolle im Web – Ben Sulayem sagt ihnen allen den Kampf an.
Begonnen hatte das gesamte Drama mit einem Vorfall beim Spanien-Rennen. Damals fuhr der 30-Jährige vor seinem Stallgefährten Franco Colapinto (23). Weil der junge Südamerikaner deutlich flotter war, verlangte er über Funk das Überholrecht. Allerdings ignorierte der Franzose diesen Wunsch komplett, blieb bei seinem eigenen Rennplan und blockierte den Teamkollegen.
Im Netz folgte daraufhin sofort die brutale Abrechnung. Vornehmlich argentinische Anhänger überzogen den Rennfahrer mit einer beispiellosen Flut aus Beschimpfungen. Irgendwann wurden die Nachrichten derart widerwärtig, dass sich der Formel-1-Profi zu einem öffentlichen Hilferuf gezwungen sah: „Ich weiß, dass ich als Spitzensportler in der Öffentlichkeit stehe. So war es schon immer. Aber die aktuellen Drohungen und Angriffe übersteigen jedes Maß. Vor allem, wenn sie sich gegen Mitglieder meiner Familie, meine Freundin oder andere Personen aus meinem Umfeld richten. Das ist völlig inakzeptabel.“
Die Führungsetage von Alpine handelte nach diesen Vorfällen ohne Zögern. Rennstall-Leiter Flavio Briatore (76) stellte umgehend einen kompletten Interview-Stopp für Pressevertreter aus Argentinien in Aussicht. Parallel dazu schaltete sich Colapinto persönlich ein und bat seine Landsleute inständig darum, die feindseligen Attacken sofort einzustellen.
Solche klaren Stellungnahmen wünscht sich Ben Sulayem in Zukunft deutlich häufiger. Ausdrücklich fordert der Fia-Präsident hier mehr Engagement von den Stars im Cockpit: „Die Fahrer haben Fans. Und die Fahrer können sagen, dass sie diese Fans nicht wollen, wenn sie Drohungen gegen andere Piloten ausstoßen.“
Anhand eines extrem krassen Falls verdeutlicht er zudem, welche verheerenden Folgen die digitale Hetze mittlerweile hat. Tatsächlich sorgt der Cyber-Terror bereits dafür, dass Mitarbeiter der Königsklasse den Rücken kehren, wie Ben Sulayem offenbart: „Wir hatten eine Rennkommissarin, der damit gedroht wurde, dass man sie vergewaltigt und umbringt. Das war es ihr am Ende nicht wert und sie ist gegangen.“ (red)

