Defekt und CrashWunderkind Kimi Antonelli zeigt Nerven

25.09.2026. Azerbaijan. Baku. Mercedes -AMG PETRONAS Formula One Team driver Kimi Antonelli at a meeting with fans at the Formula 1 Azerbaijan Grand Prix in Baku. Alexey Belkin/NEWS.ru BelkinxAlexey

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Kimi Antonelli zeigt in Baku Nerven

Spitzenreiter Kimi Antonelli hat in der Qualifikation zum Formel-1-Rennen in Aserbaidschan ein Desaster erlebt

Graufuchs Ralf Schumacher (51) hatte es kommen sehen. „Defekte und Unfälle können natürlich immer passieren“, hatte der Sky-Experte gewarnt, Mercedes-Wunderkind Kimi Antonelli (20) sei trotz seines großen WM-Vorsprung noch lange nicht am Ziel seiner Träume.

Und so kam es nun auch in Baku. Erst der Motorschaden im Training, gestern der Crash im Qualifying. Der junge WM-Spitzenreiter zeigt Nerven und startet nur von Platz 16 in den Aserbaidschan-GP (Samstag, 26. September 2026, 13 Uhr, Sky).

„Fühlt sich ganz schon gut an“

Kimis ärgster Verfolger George Russell (28) raste dagegen fehlerfrei und mit großem Abstand vor Charles Leclerc (29) im Ferrari und Oscar Piastri (25) im McLaren auf die Pole-Position und wittert Morgenluft.

„Es ist ganz schön lange her, und es fühlt sich ganz schön gut an“, sagte Russell. Erstmals seit drei Monaten (Spielberg) steht er auf Startplatz eins, ebenso lange wartet er auf einen Sieg. Bei 81 Punkten Rückstand auf Antonelli will er die vielleicht letzte Chance für einen Angriff nutzen. Katzenjammer dagegen bei Kimi.

Nach der durch den Motorschaden geraubten Trainingszeit hechelte der Italiener auch im dritten Training und ersten Quali-Drittel hinter Russell her und wollte dann zu viel. Schon in der ersten Kurve, dem härtesten Bremspunkt der Strecke, touchierte er mit dem linken Vorderrad die innere Bande. Die Aufhängung brach, und sein Renningenieur wies ihn an, das Auto abzustellen. Eine Reparatur war in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich.

„Das war mein Fehler, sehr unnötig, und ich bin sehr wütend darüber“, sagte Antonelli geknickt. Er versprach seinen Fans: „Ich will es morgen besser machen. Das Auto ist sehr stark, ich werde so viele Plätze gut machen, wie möglich.“

Doch auf eine Aufholjagd wie in seinem Heimrennen in Monza, wo er nach einer Startplatzstrafe vom 19. Startplatz zum Sieg gerast war, darf er in Baku nicht hoffen. Dafür ist der schnelle und enge Stadtkurs zu heikel, was Crashs der Vergangenheit selbst zwischen den Red-Bull-Kollegen Max Verstappen und Daniel Ricciardo (2018) und Fast-Unfälle wie zwischen Lewis Hamilton (Ferrari) und Liam Lawson (Racing Bulls) im Training beweisen.

Markiert Baku mal wieder den WM-Wendepunkt? Verstappen gewann hier im Vorjahr und setzte den WM-Spitzenreiter Lando Norris (McLaren) in Folge derart unter Druck, dass er den Vorsprung des Briten aufzehrte und im WM-Finale in Abu Dhabi nur um zwei Punkte unterlag, weil Norris mit Müh und Not Dritter wurde.

Auf so eine Aufholjagd hofft natürlich auch Russell, der bereits vor dem Qualifying angekündigt hatte: „Lasst uns so tun, als stünde alles wieder auf Null. Jedes einzelne Rennen zu gewinnen, jede einzelne Pole Position zu holen.“

Die illustre Konkurrenz ist beim „Krieg der Sterne“ nur Zuschauer. Weltmeister Norris steht als Fünfter direkt vor Hamilton. Verstappen verlor als Achter fünf Zehntel auf seinen wiedergenesenen Red-Bull-Helfer Isack Hadjar und motzte über ein „Desaster“ mit der Energiebereitstellung, die ihn auf den langen Geraden eingebremst habe. Audi-Routinier Nico Hülkenberg enttäuschte auf Rang 18.