Drei deutsche Teams im Final Four! Kiel & Melsungen zittern
Irres Handball-DramaDrei deutsche Teams im Final Four, Kiel siegt im Nervenkrimi

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Lasse Möller führte die SG Flensburg-Handewitt ins Final Four der European League. (Archivbild)
Ein echter Handball-Thriller! Gleich drei Mannschaften aus Deutschland haben sich für das Final Four der European League qualifiziert. Mit von der Partie sind der amtierende Champion SG Flensburg-Handewitt, Rekordmeister THW Kiel sowie die MT Melsungen. Die Endrunde wird am 30. und 31. Mai in Hamburg ausgetragen.
Doch der Weg dorthin war für zwei der Klubs eine absolute Zitterpartie, nur die Flensburger erledigten ihren Job souverän. Im Rückspiel des Viertelfinales behielt die SG gegen den Konkurrenten TSV Hannover-Burgdorf deutlich mit 43:35 (22:20) die Oberhand. Da das erste Duell 39:39 endete, war die Fahrkarte nach Hamburg ohne Probleme gebucht. Die Paarungen für das Halbfinale werden am Freitag in Wien ermittelt.
Kiel siegt im Herzschlag-Finish vom Punkt
Eine viel härtere Nuss musste der Konkurrent aus dem Norden, Kiel, knacken. Die Begegnung mit RK Nexe aus Kroatien wurde erst vom Siebenmeterpunkt entschieden, wo der THW mit 4:2 triumphierte. Vorher war es den Kielern gelungen, den Drei-Tore-Rückstand aus der ersten Partie (30:33) durch ein 30:27 (17:15) nach Ablauf der regulären Spielzeit gerade noch auszugleichen.

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Filip Jicha steht mit dem THW Kiel im Final Four der European League. (Archivbild)
Maßgeblich an dieser Aufholjagd beteiligt waren Eric Johansson und Lukas Zerbe, die beide je zehn Treffer erzielten. Im hochspannenden Duell von der Linie avancierten schließlich die Keeper Andreas Wolff und Gonzalo Perez de Vargas mit jeweils einer Parade zu den Helden des Spiels.
Melsungen rettet sich mit viel Dusel
Und Hochspannung pur gab es ebenfalls bei der MT Melsungen: Das Team aus Hessen unterlag im zweiten Aufeinandertreffen dem FC Porto mit 19:23 (9:12), schaffte es aber durch den 28:23-Erfolg aus dem Hinspiel haarscharf in die nächste Runde. Dies markiert für die MT erst die zweite Teilnahme an einem internationalen Halbfinale in der gesamten Club-Historie. Im vergangenen Jahr war für Melsungen gegen den späteren Sieger Flensburg Schluss.
Der Zweitplatzierte der Bundesliga aus Flensburg bestätigte seine Favoritenstellung in Hannover insbesondere durch eine leistungsstarke zweite Spielhälfte. Lasse Möller war mit zehn Treffern der erfolgreichste Schütze für die SG, während bei den Hausherren Leif Tissier auch zehnmal einnetzte. Das Teilnehmerfeld des Final Four wird durch Montpellier HB aus Frankreich vervollständigt. (dpa/red)
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