„Unentschuldbar“ Kleine Handball-Sensation: THW Kiel verliert klar bei Aufsteiger Lübbecke

Die Spieler von THW Kiel gehen nach einer Niederlage in der Handball-Bundesliga vom Feld.

Die Spieler des THW Kiel, hier am 24. Oktober 2021 nach der Niederlage gegen Magdeburg, enttäuschten auch bei Aufsteiger Tus N-Lübbecke

Faustdicke Überraschung in der Handball-Bundesliga: Rekordmeister THW Kiel kassierte bei Aufsteiger TuS N-Lübbecke eine bittere Pleite. Geschäftsführer Viktor Szilágyi tobte nach dem Spiel über die „Blamage“.

Lübbecke. Bittere Pleite für Rekordmeister THW Kiel in der Handball-Bundesliga. Eine Woche nach der Heimniederlage im Spitzenspiel gegen den SC Magdeburg verloren die Nordlichter am Samstag (30. Oktober 2021) bei TuS N-Lübbecke ihr zweites Ligaspiel in Folge.

Für den Aufsteiger war das 29:25 im Rennen um den Klassenerhalt ein unerwarteter Big-Point, verbunden mit dem vorläufigen Sprung auf Tabellenplatz 14.

THW-Geschäftsführer Viktor Szilágyi (43) tobte bei Sky: „Das ist unentschuldbar. Ohne die Leistung von Lübbecke schmälern zu wollen, ist das für uns eine Blamage. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir nicht ab der ersten Minute alles auf den Platz gebracht haben. Kernig sein ist manchmal wichtiger als Qualität. Und als wir uns reingekämpft haben, war es schon zu spät.“

Tus N-Lübbecke bejubelt ersten Sieg gegen Handball-Gigant THW Kiel seit 19 Jahren

Während Lübbecke vor 1534 Zuschauern den ersten Sieg gegen Kiel seit 19 Jahren feierte, blieben die zunächst mit fünf Siegen in die Saison gestarteten Zebras im vierten Spiel in Serie ohne Erfolg. Bester Lübbecker Werfer war Tom Skroblien (28) mit neun Toren. Bei den Gästen aus Kiel konnte Sander Sagosen (26) die Pleite mit sieben Treffern nicht verhindern.

Der THW konnte nach der Rückkehr von Sagosen und Steffen Weinhold (35) aus der Corona-Quarantäne zwar in Bestbesetzung antreten, doch die Akzente setzten die Gastgeber.

Mit einer intensiven Abwehr vor einem guten Schlussmann Aljosa Rezar (38) stellte der TuS die Kieler vor große Probleme. Peter Strosack (27) erzielte beim 4:3 (7.) die erste Führung der Gastgeber, die Jan-Eric Speckmann (26) per Siebenmeter auf 12:6 (26.) ausbaute.

THW Kiel kommt in Lübbecke nur zeitweise wieder heran

Nach dem Seitenwechsel setzte THW-Coach Filip Jícha (39) auf den siebten Feldspieler, doch der gewünschte Erfolg stellte sich nicht ein. Zwar verkürzte Kiel auf 16:19 (42.), doch danach setzte sich der TuS wieder ab. Mit großem kämpferischen Einsatz brachte der Aufsteiger in die Handball-Bundesliga den Vorsprung verdient über die Zeit.

Im zweiten Spiel des Abends setzte sich der Bergische HC sicher mit 30:20 (15:10) gegen den SC DHfK Leipzig durch. Überragender Spieler der Partie war BHC-Keeper Christopher Rudeck mit 16 Paraden. (bc/dpa)

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