Handball-EM Torwart-Überraschung vor DHB-Sieg gegen Belarus, Gislason: „Hinterher immer schlauer“

Handball-EM: Kai Häfner beim Sprungwurf gegen Belarus.

Deutschlands Kai Häfner beim Wurf gegen Belarus zum EM-Start der deutschen Mannschaft am 14. Januar 2022.

Jetzt geht es endlich los bei der Handball-Europameisterschaft für das deutsche Team. Zum Auftakt siegte das DHB-Team gegen Belarus – mit einer Überraschung im Tor.

Start geglückt! Die deutsche Handball-Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason (62) ist am 14. Januar 2022 mit einem Sieg in die Handball-EM gestartet. Gegen Belarus gab es einen 33:29-Erfolg.

Kurz vor dem Spiel hatte Gisalson Rechtsaußen Lukas Zerbe (25, TBV Lemgo, Neffe von Handball-Legende Volker Zerbe, 53, Europameister 2004) für das erste EM-Spiel gegen Belarus aus dem Kader gestrichen. Pro EM-Spiel dürfen lediglich 16 Spieler nominiert werden, Deutschland ist mit 17 Spielern in Bratislava vor Ort.

Andreas Wolff stand nicht von Beginn an im Tor

Die zweite Kader-Bombe: Torwart Andi Wolff (30) saß zunächst nur auf der Bank, stattdessen hütete Till Klimpke (23) das Tor. ARD-Handball-Experte Dominik Klein (38) sagte: „Ich bin sehr überrascht. Für mich war Wolff die klare Nummer 1.“ Gegen Belarus dann ein zäher Start: 3:7 nach elf Minuten. Dann kam Wolff in die Partie und zeigte gleich eine tolle Parade – im Verlauf kam Deutschland dann ran. Nach 24 Minuten hieß es 13:13. In die Halbzeitpause ging es mit einem knappen 17:18-Rückstand, zum Start gleich ein richtiger Handball-Thriller.

ARD-Experte Klein urteilte: „Zu Beginn fehlte viel, vor allem Aggressivität. Dann kam ein 5:0-Lauf, der war wichtig fürs Selbstvertrauen.“ In der zweiten Hälfte nahm Deutschland dann endlich das Heft in die Hand. Trainer Alfred Gisalson sagte zu seiner Mannschaft in einer Auszeit: „Wir müssen weiter Druck machen.“ Nach 41 Minuten führte Deutschland mit 25:21. In der 51. Minute hieß es 28:26.

DHB-Team dreht Spiel in der zweiten Halbzeit

Gegen Ende ging dem Team Belarus etwas die Puste aus. Und die Deutschen zeigten eine starke Leistung in der zweiten Halbzeit. Vier Minuten vor dem Ende stand es 32:27, am Ende 33:29.

Kai Häfner war mit acht Toren gemeinsam mit Marcel Schiller bester deutscher Werfer. ARD-Experte Klein sagte: „Das erste Spiel wirkt nun wie ein Brustlöser.“ Bundestrainer Gisalson sagte in der ARD: „Das war schwierig, wir kamen schwer in die Partie. Aber in der zweiten Halbzeit war unsere Abwehr deutlich besser und wir konnten das Spiel drehen.“

Handball-EM: Deutschland am Sonntag gegen Österreich

Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) trifft nach dem Auftakt gegen Belarus in der ersten Turnierphase am Sonntag (18 Uhr/ARD) auf Österreich sowie am Dienstag (18 Uhr/ZDF) zum Abschluss auf Polen.

Am Sonntag kann Deutschland bereits einen großen Schritt in Richtung der heißen Turnierphase machen. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein. Gisalson weiß: „Wir können uns noch sehr viel steigern. Ich glaube nicht, dass es leichter wird. Die Polen haben einen breiten Kader, aber einige Corona-Fälle. Erst geht es gegen Österreich, die haben auch eine sehr gute Mannschaft. Jedes Team kann die Gruppe gewinnen, wir haben bisher nur einen Sieg.“ Zur Torwart-Wahl sagte Gisalson: „Hinterher ist man immer schlauer, aber ich denke, dass beide, Wolff und Klimpke, eine ganz gute Leistung gebracht haben.“ (ubo/sid)

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