Bikini-Gate im Frauen-Beachhandball Nach heftigen Protesten: Weltverband reagiert

Beachhandballerin Sarah Imler setzt bei der German Beach Trophy in Düsseldorf zum Wurf an

Beachhandballerin Sarah Imler (hier am 16. Januar 2020 bei der German Beach Trophy in Düsseldorf) darf bald ihre Bikini-Hose ersetzen

Nach den heftigen Diskussionen um die Kleiderordnung beim Beachhandball der Frauen hat der Weltverband IHF nun gehandelt. Ab Januar muss keine Bikini-Hose mehr getragen werden.

Berlin. Der Handball-Weltverband IHF hat auf Proteste reagiert und die „Kleiderordnung“ für Beachhandballerinnen geändert. Die IHF lässt in ihren Wettkampfbestimmungen vom 3. Oktober 2021 künftig „kurze, enganliegende Hosen“ für Frauen-Wettbewerbe zu.

Bisher waren Bikini-Hosen vorgeschrieben. Die Regelung für die Spielkleidung der Spielerinnen tritt laut IHF am 1. Januar 2022 in Kraft.

Nach Streit um Bikini-Hosen: Beachhandball-Verband reagiert

Auslöser der nun erfolgten Regeländerung war der Fall der norwegischen Beach-Handballerinnen. Weil sie im Juli bei der EM in Bulgarien statt der vorgeschriebenen Bikini-Hosen aus Protest etwas längere Sporthosen getragen hatten, mussten sie nach einer Entscheidung der Europäischen Handball-Föderation wegen „unangemessener Bekleidung“ eine Geldstrafe von 1500 Euro zahlen.

Im Anschluss gab es hitzige Diskussionen um den Fall. Sogar US-Pop-Star Pink (42) schaltete sich in die Debatte ein und bot an, die Strafe zu übernehmen. Am Ende übernahm die Europäische Handball-Föderation EHF die Strafe und spendete sie für Gleichberechtigungszwecke an eine Sportstiftung.

Laut ursprünglichem Regelwerk mussten sie Spielerinnen bei internationalen Beachhandball-Turnieren sowohl einen engen Sport-BH als auch eine maximal zehn Zentimeter breite Hose tragen. (dpa, red)

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